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Verliebt, vertraut – betrogen: Wie Love-Scamming Herzen und Konten trifft

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Sachsenweite Aufklärungskampagne gegen digitale Liebesbetrüger

Charmant, empathisch, angeblich auf der Suche nach der großen Liebe – so präsentieren sich Love-Scammer auf Dating-Apps und sozialen Netzwerken. Doch hinter dem perfekten Profil steckt oft ein perfider Plan: Emotionale Manipulation mit dem Ziel, Geld zu erbeuten. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt eindringlich vor dieser immer häufiger auftretenden Betrugsmasche und startet eine landesweite Info-Offensive, um Betroffene zu schützen und Aufklärung zu leisten.

„Love-Scamming ist kein Einzelfall mehr, sondern ein weitverbreitetes Internetphänomen“, erklärt Beate Saupe von der Verbraucherzentrale. Die Täter*innen gehen systematisch vor: Sie umgarnen ihre Opfer mit schmeichelhaften Nachrichten, vorgeblich persönlichen Geständnissen und gestohlenen Bildern, um in kurzer Zeit ein tiefes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Dann kommt die erste Bitte um Hilfe – meist in Form von Geldüberweisungen, angeblich wegen Notfällen, Krankheit oder Reisekomplikationen.

Die Masche ist so wirksam, weil sie direkt auf das Herz zielt – und dort oft die Schutzmechanismen des Verstands aushebelt. Opfer erleben nicht nur hohe finanzielle Verluste, sondern auch tiefe seelische Erschütterung, wenn der Betrug auffliegt.

Warnzeichen erkennen – richtig handeln

Die Verbraucherzentrale rät:

  • Skepsis bei zu schneller Verliebtheit
  • Niemals Geld überweisen
  • Keine sensiblen Daten preisgeben
  • Fake-Profile melden und blockieren
  • Beweise sichern und Anzeige erstatten

Wer bereits betroffen ist, sollte sofort den Kontakt abbrechen, alle Nachrichten sichern und sich an Polizei und Bank wenden.

Prävention in ganz Sachsen

Um präventiv gegen Love-Scamming und andere digitale Betrugsformen vorzugehen, veranstaltet die Verbraucherzentrale kostenlose Vorträge in allen 13 sächsischen Beratungsstellen. Dabei wird auch auf aktuelle Betrugsformen im analogen Alltag eingegangen – etwa bei Partnervermittlungsagenturen. So läuft aktuell ein Gerichtsverfahren gegen die Leipziger Agentur Kleeblatt E&M GmbH, der Wucherpreise für vermeintliche Vermittlungsleistungen vorgeworfen werden.

Fazit: Liebe ist kein Geschäftsmodell

In einer Welt, in der auch die Partnersuche digitaler und anonymer wird, ist Aufklärung der beste Schutz. Die Botschaft der Verbraucherzentrale ist klar: Liebe darf keine Falle sein – weder fürs Herz noch fürs Konto. Wer misstrauisch bleibt, frühzeitig Hilfe sucht und sich informiert, hat die besten Chancen, nicht Opfer einer romantischen Lüge zu werden.

Mehr Infos und Veranstaltungstermine unter: www.verbraucherzentrale-sachsen.de
Beratungstelefon: 0341 / 696 29 29

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