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Batteriespeicher für Sonnenstrom: Was wirklich stimmt – und was nicht

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay

Verbraucherzentrale räumt mit Irrtümern auf und gibt Tipps zur sinnvollen Nutzung

Batteriespeicher gelten für viele als Schlüssel zur Energiewende im eigenen Zuhause. Doch rund um das Thema kursieren zahlreiche Mythen: von völliger Energieunabhängigkeit über saisonale Stromspeicherung bis hin zur Notstromversorgung. Die Verbraucherzentrale Brandenburg klärt auf, was hinter den Versprechen steckt – und worauf Hausbesitzer wirklich achten sollten.

Mythos 1: „Ein Stromspeicher macht mich autark vom Stromnetz“

Fakt: Auch mit Speicher bleibt man abhängig vom Netz.
„Ein vollständiges Leben ohne Stromanschluss ist in der Praxis nicht möglich“, sagt Energieberater Günter Merkel. Zwar kann man mit einer Photovoltaikanlage ohne Speicher etwa 20–40 % des Jahresverbrauchs selbst decken. Mit Speicher steigt der Anteil auf 60–70 %, doch gerade im Winter reichen die Sonnenstunden nicht aus.

Mythos 2: „Im Sommer Strom speichern – im Winter nutzen“

Fakt: Langzeitspeicherung ist technisch nicht machbar.
Ein Batteriespeicher hilft, tagsüber erzeugten Strom am Abend oder in der Nacht zu nutzen. Doch eine Speicherung über Wochen oder Monate ist weder praktikabel noch wirtschaftlich. Zu große Speicher seien laut Merkel sogar schädlich für Lebensdauer und Ressourcen. Sein Rat: „Dimensionieren Sie den Speicher so, dass er den Stromverbrauch einer Nacht deckt – nicht mehr.“

Mythos 3: „Speicher = Notstromversorgung“

Fakt: Nur manche Speicher können das – und meist gegen Aufpreis.
Viele Stromspeicher verfügen nicht automatisch über eine Notstromfunktion. Diese muss gezielt beim Kauf mitbedacht und angefragt werden. Einige Systeme bieten eine Notstromsteckdose, andere schalten bei Netzausfall automatisch auf Ersatzstrombetrieb um – allerdings nur für eine begrenzte Zeit und nicht für alle Geräte. Wichtig ist, solche Anforderungen frühzeitig zu klären.

Tipps der Verbraucherzentrale:

✅ Speichergröße nur so groß wählen wie nötig
✅ Notstromfähigkeit gezielt erfragen und vergleichen
✅ Auf hohe Effizienz und Qualität achten
✅ Anbieterunabhängige Beratung nutzen

Beratung zahlt sich aus

Der Markt ist groß, die Unterschiede beträchtlich – bei Preis, Kapazität, Technik und Service. Die Verbraucherzentrale Brandenburg empfiehlt: Vor der Anschaffung unbedingt eine unabhängige Energieberatung in Anspruch nehmen.

Terminvereinbarung unter: 0331 – 98 22 999 5 (Mo–Fr, 9–18 Uhr)
Infos und Beratung: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de

Fazit:

Ein Stromspeicher kann die Eigenversorgung mit Solarstrom deutlich verbessern – aber nicht zaubern. Wer sich umfassend informiert und realistisch plant, kann Kosten sparen, die Umwelt schonen und zugleich die Versorgungssicherheit im Alltag erhöhen.

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