Ein deutscher Tourist hat in Rom für ungläubiges Staunen – und ein Ermittlungsverfahren – gesorgt. Mit einem rund 30 Kilogramm schweren Sockelteil einer antiken Marmorsäule zwischen den Beinen brauste er per E-Leihroller durch das historische Zentrum der italienischen Hauptstadt. Die Carabinieri stoppten den Mann und meldeten ihn umgehend der Staatsanwaltschaft.
Woher genau das antike Fragment stammt, ist noch unklar. Experten sprachen jedoch bereits von einem „Kulturgut von historischem und künstlerischem Interesse“. Die Behörden prüfen nun, ob der Mann das Stück gestohlen oder anderweitig unrechtmäßig an sich genommen hat. Ihm droht eine Anzeige wegen Hehlerei von Kulturgütern – ein schwerwiegender Vorwurf im kulturgeschichtlichen Herzen Europas.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von respektlosen oder unbedachten Touristenaktionen in Italiens Städten, bei denen historische Denkmäler und Kulturgüter Schaden nehmen oder in Missachtung geraten. Die Ermittlungen zur Herkunft des Säulenfragments laufen – ebenso wie die Diskussion über den Umgang mit Kulturerbe und Tourismus.