Im Zoo Magdeburg herrscht große Freude – und auch ein wenig Staunen: Die Sibirische Tigerin Stormi hat am Dienstag überraschend fünf gesunde Jungtiere zur Welt gebracht. Eine derart große Geburt ist selbst für erfahrene Tierpfleger und Zootierärzte eine Seltenheit, denn normalerweise bringt ein Tigerweibchen nur zwei bis drei Jungtiere zur Welt.
„Auch für uns sind so viele Tigerjungtiere erst einmal eine unerwartete Überraschung“, sagte Zootierärztin Anna Hauffe. Für Stormi war es die erste Geburt, und sie meistere ihre neue Mutterrolle mit erstaunlicher Ruhe und Fürsorglichkeit.
Noch sind die kleinen Raubkatzen blind und verbringen die ersten Tage geschützt und abgeschirmt von der Öffentlichkeit im Tigerhaus. Bis Besucher einen ersten Blick auf die putzigen Jungtiere werfen können, wird es also noch etwas dauern. Doch schon jetzt ist klar: Dieses seltene Ereignis ist ein bedeutender Beitrag zur Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Sibirischen Tiger – und ein emotionaler Höhepunkt für den Zoo Magdeburg.