Neue Regelung verpflichtet Plattformen zur Entfernung nicht einvernehmlicher, sexuell ausbeuterischer Bilder
Am 19. Mai unterzeichnete der ehemalige US-Präsident Donald Trump das Gesetz „Take it Down Act“ im Rosengarten des Weißen Hauses. Zwei Monate nachdem sich seine Frau Melania Trump öffentlich für ein Verbot von nicht einvernehmlichen, sexuell expliziten Bildern und Videos ausgesprochen hatte, wurde die Maßnahme nun Gesetz.
Umfangreiche Regelung gegen „Rachepornos“ und Deepfakes
Das neue Gesetz verbietet die Veröffentlichung nicht einvernehmlicher, realer oder computergenerierter Bilder – bekannt als „Deepfakes“. Plattformen sind künftig verpflichtet, gemeldete „nicht einvernehmliche, sexuell ausbeuterische Bilder“ innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt einer gültigen Aufforderung zu entfernen. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen.
Donald Trump betonte bei der Unterzeichnung, dass es sich um eine parteiübergreifende Initiative handele, die im Kongress breite Unterstützung fand: 99 Senatoren und 408 Mitglieder des Repräsentantenhauses stimmten dafür. „Ich wünschte, wir könnten bei anderen Themen auch so viele Stimmen bekommen“, scherzte er.
Melania Trump: „Ein nationaler Sieg“
Neben dem Präsidenten saß die ehemalige First Lady Melania Trump, die das Gesetz ebenfalls unterzeichnete. In ihrer Ansprache nannte sie die Verabschiedung einen „nationalen Sieg“. Sie warnte vor den Gefahren digitaler Technologien, die zwar süchtig machen könnten wie Zucker, aber auch missbraucht werden könnten, um Überzeugungen zu formen oder emotionale Schäden anzurichten.
Ein besonderer Dank ging an Elliston Berry, die als 14-Jährige Opfer von „Rachepornos“ wurde. Ein Klassenkamerad nutzte eine KI-App, um ein Nacktfoto von ihr zu erstellen und verbreitete es über soziale Medien. Melania Trump würdigte Berrys Mut, ihre Geschichte öffentlich zu machen.
Politischer Konsens für mehr Opferschutz
Das Gesetz wurde im August von den Senatoren Ted Cruz (Republikaner aus Texas) und Amy Klobuchar (Demokratin aus Minnesota) eingebracht. Elliston Berry hatte damals versucht, Hilfe von ihrer Schule zu erhalten, doch die Behörden erklärten sich für nicht zuständig. Erst nachdem das Büro von Ted Cruz eingriff und sich an Snapchat wandte, wurden die manipulierten Bilder entfernt.
„Es handelt sich um eine äußerst missbräuchliche Situation“, sagte Donald Trump bei der Unterzeichnung. „Ab heute ist das absolut illegal.“
Melania Trumps Engagement gegen Cybermobbing
Bereits während der ersten Amtszeit ihres Mannes engagierte sich Melania Trump im Rahmen ihrer Kampagne „Be Best“ gegen Cybermobbing. Nun setzt sie sich weiterhin für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor digitalem Missbrauch ein.