Ein Baum als Geschenk? Klingt harmlos – ist es aber nicht immer. In Deutschland berichten immer mehr Menschen von einer merkwürdigen Abbuchung: 59 Euro für eine Patenschaft für einen Walnussbaum – angeblich von einem Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Das Problem: Viele Betroffene haben nie eine solche Patenschaft abgeschlossen und kennen das Unternehmen gar nicht.
Was steckt dahinter?
Ein Unternehmen aus Düsseldorf bucht offenbar seit Jahren regelmäßig 59 Euro per Lastschrift von verschiedenen Bankkonten ab. Der Verwendungszweck klingt zunächst sympathisch – es geht angeblich um „Natur“, „Nachhaltigkeit“ oder eine „Walnussbaum-Patenschaft“. Doch in Wirklichkeit haben viele Betroffene niemals zugestimmt oder überhaupt von der Firma gehört.
Die Masche scheint klar: Die Firma hofft, dass die Abbuchung nicht auffällt – oder dass Betroffene nicht rechtzeitig reagieren, sodass das Geld verloren ist.
Wie funktioniert diese Masche?
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Es wird eine Lastschrift eingereicht, ohne dass die betroffene Person eine Einzugsermächtigung erteilt hat.
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Die Summe ist mit 59 Euro relativ klein, sodass sie leicht übersehen werden kann.
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Wenn niemand widerspricht, behält das Unternehmen das Geld – Jahr für Jahr.
Ein solches Vorgehen ist rechtlich nicht erlaubt. Es handelt sich um einen Missbrauch des Lastschriftverfahrens und kann sogar strafrechtlich relevant sein – etwa als unbefugter Bankeinzug oder Betrug.
Was tun, wenn man betroffen ist?
Wenn du eine unbekannte Abbuchung über 59 Euro mit einem Hinweis auf eine „Walnussbaum-Patenschaft“ entdeckst, solltest du sofort handeln:
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Widersprich der Abbuchung bei deiner Bank. Du hast bis zu 13 Monate Zeit, wenn du keine Einzugsermächtigung erteilt hast – meist wird das Geld sofort zurückgebucht.
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Informiere die Verbraucherzentrale oder die Polizei, besonders wenn du nicht allein betroffen bist.
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Lass dein Konto regelmäßig prüfen – am besten mit einem Dauerauftrag zur Kontrolle, damit keine dubiosen Abbuchungen unbemerkt bleiben.
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Falls du öfter Opfer solcher Abbuchungen bist, kannst du auch überlegen, bei deiner Bank ein Lastschriftverbot für unbekannte Firmen einrichten zu lassen.
Woran erkennt man seriöse Patenschaften?
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Du bekommst vorher eine ausführliche Information über das Projekt.
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Du schließt bewusst einen Vertrag ab, oft mit persönlicher oder schriftlicher Bestätigung.
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Es gibt eine Widerrufsfrist und eindeutige Kontaktdaten.
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Seriöse Anbieter ziehen Geld nicht ohne Erlaubnis ein.
Fazit
Was nach einem freundlichen Umweltprojekt aussieht, kann sich schnell als undurchsichtige Abzocke entpuppen. Die vermeintliche Walnussbaum-Patenschaft aus Düsseldorf ist in vielen Fällen nicht freiwillig – sondern wird einfach abgebucht, in der Hoffnung, dass niemand es merkt. Hier gilt: Kontrolle ist besser – und schnelles Handeln schützt dein Geld.