Der spektakuläre Diebstahl einer Toilette aus 18-karätigem Gold hat nun auch für einen weiteren Beteiligten juristische Konsequenzen: Ein 36-jähriger Brite wurde wegen seiner Mithilfe beim Verkauf der gestohlenen Kunst zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre, zudem muss der Mann 240 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann nach dem Diebstahl im September 2019 dabei geholfen habe, Teile des Goldes aus dem Kunstobjekt zu verkaufen – offenbar in der Hoffnung auf eine schnelle Belohnung.
Die kunstvolle Toilette war Teil einer Ausstellung im Blenheim Palace in England – dem Geburtsort von Winston Churchill – und hatte damals weltweit für Aufsehen gesorgt. Das Werk mit dem Titel „America“ stammt vom italienischen Künstler Maurizio Cattelan und wurde auf mehrere Millionen Pfund geschätzt. Die Toilette war voll funktionstüchtig und in einem öffentlichen Raum installiert – was den Diebstahl zwar gewagt, aber eben auch möglich machte.
Trotz umfangreicher Ermittlungen und mehrerer Festnahmen ist die Toilette bis heute verschwunden – mutmaßlich eingeschmolzen und weiterverkauft. Der aktuelle Verurteilte war nicht direkt an der Tat beteiligt, sondern trat erst später in Erscheinung, als es um die Verwertung des Diebesguts ging.
Fazit:
Was klingt wie eine absurde Filmszene, ist ein realer Kunstdiebstahl mit Millionenwert – und echten juristischen Folgen. Der Fall zeigt: Auch wer nicht beim Einbruch dabei ist, kann als Mithelfer empfindlich bestraft werden. Für den Verurteilten bleibt nun statt Reichtum eine goldene Lektion in Sachen Kunst, Kriminalität und Gerechtigkeit.