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Ausbruch aus Gefängnis in New Orleans: Neun Häftlinge weiterhin auf der Flucht

martex5 (CC0), Pixabay

In New Orleans sind neun Häftlinge, darunter mehrere wegen Mordes angeklagt, weiterhin auf der Flucht. Insgesamt waren am Freitagmorgen gegen 1 Uhr zehn Insassen aus dem Orleans Parish Jail entkommen. Einer von ihnen – Kendall Myles – wurde inzwischen im French Quarter gefasst.

Unterstützung von Gefängnispersonal vermutet

Laut Sheriff Susan Hutson gibt es Hinweise darauf, dass die Geflohenen Hilfe von Mitarbeitern des Gefängnisses erhalten haben.
„Es ist fast unmöglich – nicht komplett, aber fast – ohne Unterstützung von innen aus dieser Einrichtung zu entkommen,“ sagte Hutson auf einer Pressekonferenz.

Die Behörden vermuten, dass defekte Schlösser an den Zellen sowie eine Wandöffnung hinter einer Toilette den Ausbruch ermöglichten. Nach dem Aufbrechen einer Zellentür verließen die Häftlinge das Gebäude durch ein Ladetor, überkletterten eine Mauer und flüchteten über eine nahegelegene Autobahn.

Gouverneur und Polizei reagieren

Louisianas Gouverneur Jeff Landry äußerte sich entschlossen:
„Ihr könnt weglaufen, aber ihr könnt euch NICHT VERSTECKEN. Wir werden euch jagen.“

Die Behörden haben eine Belohnung von 5.000 Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Flüchtigen führen. An der Fahndung beteiligen sich neben der örtlichen Polizei auch die Staatspolizei von Louisiana, das FBI und die United States Marshals.

Identitäten der flüchtigen Häftlinge

Die Namen der neun weiterhin flüchtigen Männer lauten:

  • Gary C. Price

  • Derrick Groves

  • Jermaine Donald

  • Corey Boyd

  • Leo Tate

  • Dkenan Dennis

  • Robert Moody

  • Lenton Vanburen

  • Antoine T. Massey

Laut Orleans Parish Records sind einige von ihnen wegen Mordes ersten Grades angeklagt.

Festnahme im French Quarter

Kendall Myles, einer der Geflohenen, wurde von der Louisiana State Police im French Quarter, einem beliebten Touristenviertel, festgenommen. Er hatte sich unter einem geparkten Auto nahe dem Hotel Monteleone versteckt.

Ermittlungen laufen

Sheriff Hutson betonte, dass die genauen Umstände des Ausbruchs weiterhin untersucht werden. Insbesondere soll geklärt werden, ob Mitarbeiter des Strafvollzugs aktiv am Ausbruch beteiligt waren.

Die Polizei ruft die Bevölkerung zur Vorsicht auf und bittet um Hinweise, um die gefährlichen Flüchtigen schnellstmöglich wieder in Gewahrsam zu nehmen.

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