Im Rahmen der verschärften Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Luxemburg hat die Bundespolizei erstmals Asylsuchende direkt an der Grenze zurückgewiesen. Nach Angaben der Bundespolizei Trier handelt es sich um vier afghanische Staatsangehörige, die mit einem Reisebus über Luxemburg nach Deutschland einreisen wollten.
Die Personen seien bei einer Routinekontrolle am Hauptbahnhof Trier entdeckt worden, wie Polizeisprecher Stefan Döhn am Samstag mitteilte. Bei der Überprüfung habe sich herausgestellt, dass die vier Männer bereits in Griechenland Asyl beantragt hatten – ein Umstand, der nach den Regeln des europäischen Dublin-Verfahrens zur Rückführung in das Erstaufnahmeland führen kann.
In Absprache mit den Behörden des Großherzogtums Luxemburg wurden die vier Betroffenen umgehend zurückgewiesen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Kontrollprogramms, das seit einigen Monaten an mehreren Binnengrenzen der Bundesrepublik durchgeführt wird.
„Die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Luxemburg funktioniert sehr gut“, betonte Döhn. Ziel der verstärkten Kontrollen sei es, irreguläre Migration frühzeitig zu erkennen und nach geltendem Recht zu handeln.
Ob es sich bei diesen Zurückweisungen um einen Einzelfall oder den Auftakt zu weiteren Maßnahmen handelt, blieb zunächst offen. Die Bundespolizei kündigte jedoch an, die Kontrollen an den Grenzen fortzusetzen und künftig verstärkt auf Hinweise aus dem europäischen Asylsystem zu achten.