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USA_Höchste Kindersterblichkeit durch Grippe seit 15 Jahren – Warum weniger geimpft wird

geralt (CC0), Pixabay

Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) schlägt Alarm: 216 Kinder sind in dieser Grippesaison gestorben – mehr als in jeder anderen Saison seit der Schweinegrippe-Pandemie im Jahr 2009. Und die Saison ist noch nicht einmal offiziell vorbei.

Die Zahl könnte also noch steigen, wie Dr. Sean O’Leary von der American Academy of Pediatrics warnt:

„Diese Zahl ist fast sicher eine Untergrenze. Wenn die endgültigen Daten vorliegen, wird sie vermutlich noch höher ausfallen.“

📉 Impfquote im freien Fall

Ein entscheidender Faktor für die traurige Entwicklung: Immer weniger Kinder werden gegen Grippe geimpft.

Vor fünf Jahren lag die Impfquote unter US-Kindern bei rund 64 % – in dieser Saison nur noch bei 49 %.

Dabei zeigen Studien, dass Grippeimpfungen zwar nicht in jedem Fall eine Infektion verhindern, aber das Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle drastisch senken. O’Leary, Kinder-Infektiologe an der University of Colorado, bringt es auf den Punkt:

„Die Impfung kann Leben retten.“

🏥 Nicht nur Kinder betroffen

Die aktuelle Grippesaison ist generell heftig verlaufen. Laut CDC-Schätzungen gab es bislang:

  • 47 Millionen Grippe-Erkrankungen

  • 610.000 Krankenhausaufenthalte

  • 26.000 Todesfälle insgesamt

Auffällig: Von rund 2.000 hospitalisierten Kindern hatten nur etwa 53 % eine Vorerkrankung, z. B. Asthma oder Übergewicht. Das zeigt, dass auch scheinbar gesunde Kinder schwer an Influenza erkranken können.

😷 Warum lassen sich weniger impfen?

Neben der generellen Impfskepsis, die seit der Corona-Pandemie stärker polarisiert, gibt es laut Experten weitere Gründe:

  • Weniger Personal in Kinderarztpraxen

  • Kaum noch Impftermine außerhalb der Öffnungszeiten

  • Viele Apotheken impfen keine Kinder

  • Online-Falschinformationen zu Impfungen

Zusätzlich sorgt politischer Einfluss für Verwirrung: Seit Robert F. Kennedy Jr. Gesundheitsminister ist, kursieren erneut impfkritische Aussagen, die an Verschwörungserzählungen erinnern – das Vertrauen in öffentliche Gesundheitskampagnen leidet.

🔍 Gibt es auch gute Nachrichten?

Ja. Seit Februar sinken die Grippezahlen kontinuierlich. In der vergangenen Woche meldeten alle 50 Bundesstaaten nur noch niedrige bis minimale Aktivität. Auch die aktuelle Impfstoffformel zeigt laut CDC gute Wirksamkeit gegen schwere Verläufe – trotz der vielen zirkulierenden Virusstämme wie H1N1 und H3N2.

💬 Fazit: Impfmüdigkeit mit tragischen Folgen

Die traurige Rekordzahl an Kindersterblichkeit durch Grippe zeigt deutlich: Influenza ist kein harmloser Schnupfen, und der Rückgang der Impfbereitschaft hat reale Konsequenzen. Dr. O’Leary hofft, dass diese Saison ein Weckruf ist:

„Ich hoffe, diese Saison zeigt den Menschen: Wir müssen unsere Kinder gegen Grippe impfen.“

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