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Trumps Filmzölle sorgen für Kopfschütteln in Hollywood

12019 (CC0), Pixabay

Mit seiner jüngsten Ankündigung, auf im Ausland produzierte Filme einen Importzoll von 100 Prozent zu erheben, hat US-Präsident Donald Trump in der Filmindustrie für blankes Entsetzen gesorgt. Branchenexperten sehen in dem Vorstoß weniger eine wirtschaftspolitische Maßnahme als vielmehr ein Ausdruck fundamentalen Unverständnisses gegenüber den Realitäten moderner Filmproduktion.

„Es ergibt einfach keinen Sinn“, kommentierte der renommierte Unterhaltungsanwalt Jonathan Handel. Viele große US-Filmproduktionen wie Mission Impossible oder die James-Bond-Reihe würden aus guten Gründen im Ausland gedreht – wegen historischer Kulissen, kultureller Authentizität oder schlicht wegen der Geschichte selbst. Ein Dreh auf dem Eiffelturm lasse sich nun einmal nicht glaubwürdig auf einem Set in Kalifornien simulieren. „Sollen wir Tom Cruise künftig auf ein Las-Vegas-Replikat klettern lassen?“ fragt Handel sarkastisch.

Die geplante Zollpolitik, die Trump über seine Plattform Truth Social als patriotischen Schritt zur Rückverlagerung von Produktionen ins Land verkauft, wird in der Branche als populistischer Aktionismus ohne ökonomische oder kreative Grundlage gewertet.

Hinter den Kulissen wächst die Sorge: Studios, Produzenten und Kreative befürchten einen drastischen Anstieg der Produktionskosten und bürokratische Hürden, die letztlich nicht zu mehr Jobs in den USA führen, sondern lediglich die globale Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Filmindustrie gefährden.

Dass Trump das Handelsministerium beauftragt hat, die Zölle „sofort“ einzuführen, verstärkt die Unsicherheit. In Hollywood herrscht Ratlosigkeit – nicht nur über die ökonomischen Folgen, sondern auch darüber, wie ernsthaft der Präsident Filmkunst mit industriepolitischem Muskelspiel verwechseln kann.

Fazit: Was als wirtschaftspolitisches Signal verkauft wird, wirkt eher wie eine impulsive Symbolpolitik – mit potenziell schädlichen Folgen für eine der erfolgreichsten Exportindustrien der USA.

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