SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil hat die parteiinterne Debatte über seine Co-Vorsitzende Saskia Esken ungewöhnlich deutlich verurteilt. In einem Interview mit der Bild am Sonntag sagte Klingbeil: „Ich finde es beschämend, wie Diskussionen in den letzten Wochen gelaufen sind.“ Die Art und Weise, wie öffentlich über Eskens Zukunft diskutiert werde, sei „ein Stil, den ich in der SPD überhaupt nicht mag“.
Die Personalie Esken sorgt seit Tagen für Unruhe innerhalb der Partei. Die 62-Jährige, die dem linken Flügel zugerechnet wird, gilt in Teilen der SPD als umstritten. Aktuell wird spekuliert, ob sie bei einer möglichen Kabinettsumbildung ein Ministeramt übernehmen könnte. Eine Entscheidung über ihre politische Zukunft steht noch aus.
Klingbeil betonte, es sei wichtig, dass Personalfragen innerhalb der Partei „mit Respekt“ geführt würden – und nicht über öffentliche Spekulationen.