Mehr Grün in den Städten rettet Leben – das belegt eine neue internationale Studie unter Leitung des Forschers Yuming Guo. Demnach könnte eine 30-prozentige Zunahme der städtischen Vegetation weltweit dazu führen, dass hitzebedingte Todesfälle um etwa ein Drittel sinken. Angesichts der zunehmenden Erderwärmung sei das eine entscheidende Maßnahme im Kampf gegen die Klimakrise und deren gesundheitliche Folgen.
Halbe Million Menschen sterben jährlich an Hitze
Laut der Studie sterben derzeit rund 500.000 Menschen pro Jahr weltweit an den Folgen großer Hitze – das entspricht etwa 0,9 Prozent aller Todesfälle. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Bewohner stark versiegelter, dicht bebauter Stadtgebiete. Begrünte Flächen könnten laut den Forschenden nicht nur die Temperaturen senken, sondern auch das Mikroklima verbessern und die Luftqualität erhöhen.
Vegetation als lebenswichtige Klimaanpassung
Die Forscher betonen: Stadtbegrünung ist weit mehr als ästhetisches Beiwerk – sie ist eine effektive, kostengünstige und lebensrettende Klimaanpassungsstrategie. Parks, Bäume, begrünte Dächer und Fassaden können sogenannte Hitzeinseln in Städten deutlich abschwächen.
Politik und Städtebau gefordert
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit, Stadtplanung stärker an den Klimawandel anzupassen. Urbanes Grün muss in Zukunft gezielt gefördert und geschützt werden – nicht zuletzt auch als Beitrag zur öffentlichen Gesundheit.