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„Trump-Regierung erklärt Diversity-Programme zum Feindbild: ‚System der Leistung‘ soll DEI ersetzen“

geralt (CC0), Pixabay

Die Regierung von Präsident Donald Trump hat angekündigt, Programme für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor systematisch abzuschaffen. Ziel sei es, stattdessen ein „System der Leistung“ einzuführen, erklärte Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

„Unsere Gesellschaft wird nicht in ein kommunistisches, woke DEI-Korsett abgleiten“, sagte Miller. Trumps Haltung sei klar: Nur Einzelleistung und Exzellenz sollen darüber entscheiden, wer beruflich vorankommt – nicht Geschlecht oder ethnische Herkunft.

Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump begonnen, DEI-Programme zu streichen. In seiner zweiten Amtszeit verschärft er nun den Kurs:

  • Bundesbehörden und Militär haben Diversity-Initiativen verloren

  • Universitäten droht der Verlust von Milliarden an Fördergeldern

  • Unternehmen werden unter Druck gesetzt, DEI-Initiativen aufzugeben, um staatliche Aufträge zu behalten

Die Folge: Viele Großunternehmen haben ihre Programme verändert oder stillschweigend zurückgefahren.

Gegenstimmen:
DEI-Befürworter betonen, dass Diversitätsmaßnahmen keine Konkurrenz zu Leistung, sondern deren Voraussetzung seien. Nur wer systematische Hürden beseitige, ermögliche echten Wettbewerb auf Augenhöhe.

Professor Paul Argenti von der Dartmouth University schrieb: „Leistungsgesellschaft bedeutet, dass alle dieselbe Chance haben müssen, ihre Leistung zu zeigen – unabhängig von Hautfarbe oder Herkunft.“

Laut einer Erhebung der Littler-Kanzlei haben nur 8 % der befragten Unternehmen ernsthaft vor, ihre DEI-Programme wegen Trumps Politik zu verändern. Viele äußern sich jedoch nicht mehr öffentlich dazu, um politische Konflikte zu vermeiden.

Einige Unternehmen wie Costco, Marriott, Starbucks und Cisco verteidigen ihre Diversitätsziele weiterhin offen – trotz politischem Gegenwind.

Fazit:
Trumps Anti-DEI-Kampagne spaltet Wirtschaft und Gesellschaft. Während die Regierung auf eine „rückgängig gemachte Woke-Agenda“ setzt, verfolgen viele Unternehmen leise ihre bisherigen Strategien weiter – überzeugt davon, dass Vielfalt wirtschaftlicher Vorteil ist, nicht Hindernis.

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