Bei einer Kabinettssitzung am 30. April erhielt Elon Musk, CEO von Tesla und Gründer des Department of Government Efficiency (DOGE), stehenden Applaus von Präsident Donald Trumps Ministerteam. Es war möglicherweise sein letzter offizieller Auftritt in dieser Funktion, da Musk angekündigt hat, ab Mai deutlich weniger Zeit für DOGE aufzuwenden.
„Man sagt, ich trage viele Hüte – und wie ihr seht, stimmt das“, witzelte Musk bei seinem Auftritt, bei dem er symbolträchtig eine rote „Gulf of America“-Kappe über seiner schwarzen MAGA-Mütze trug. In seiner kurzen Ansprache bedankte er sich: „Es war mir eine Ehre, mit Ihrem unglaublichen Kabinett zu arbeiten.“
Präsident Trump lobte Musk für dessen Einsatz: „Er hat wirklich viel geopfert und wurde sehr unfair behandelt. Aber die große Mehrheit der Amerikaner respektiert und schätzt ihn.“ Trump verwies auf Musks Rolle bei der Einsparung von Staatsausgaben und bezifferte diese auf 150 Milliarden Dollar – Musk korrigierte: „160 Milliarden.“ Ursprünglich hatte DOGE sogar Einsparungen von bis zu zwei Billionen Dollar angestrebt.
DOGE war seit Trumps zweiter Amtseinführung Musks Plattform für die Umstrukturierung des Regierungsapparats. Ziel: Bürokratieabbau, Stellenstreichungen und Modernisierung. Laut Finanzminister Scott Bessent habe DOGE u. a. geholfen, ein Jahrzehnte überfälliges IT-Update beim Internal Revenue Service zu finalisieren – ein Projekt, das 1990 begonnen hatte.
Trotz öffentlicher Wertschätzung ist Musks Rückzug wohl auch politisch motiviert. Umfragen zeigen, dass der Tesla-Chef zunehmend zur Belastung für Trump wird. Intern kam es zu Spannungen mit Spitzenpolitikern wie Finanzminister Bessent, Außenminister Marco Rubio und Handelsberater Peter Navarro.
Musk bleibt bis Ende Mai als „besonderer Regierungsmitarbeiter“ offiziell im Amt. DOGE soll laut Weißem Haus jedoch bis mindestens Mitte 2026 fortgeführt werden. Trump versicherte, Musk sei „jederzeit willkommen“, betonte aber mit einem Augenzwinkern: „Irgendwann will er zurück zu seinen Autos.“