Am 30. April 2025 erreicht Donald Trump mit seiner zweiten Amtszeit die symbolträchtige Marke von 100 Tagen im Amt. Dieses erste große Etappenziel dient traditionell dazu, die bisherigen Erfolge und die Richtung einer neuen Regierung zu bewerten.
Der Ursprung dieser 100-Tage-Bilanz geht auf Franklin D. Roosevelt zurück, der 1933 mit einer Vielzahl von Reformen auf die Weltwirtschaftskrise reagierte. Innerhalb seiner ersten 100 Tage setzte Roosevelt unter anderem das Emergency Banking Relief Act und das Federal Emergency Relief Act durch. Seine schnellen Erfolge etablierten den inoffiziellen Maßstab für nachfolgende Präsidenten.
In seiner zweiten Amtszeit konzentrierte sich Trump bislang vor allem auf Wahlkampfversprechen: die Verkleinerung des Regierungsapparates durch die Gründung des Department of Government Efficiency, die Entlassung oder Degradierung zahlreicher Beamter und Ermittler im Zusammenhang mit der Untersuchung der Ereignisse vom 6. Januar 2021 sowie mehrere Dekrete gegen vermeintliche Gegner.
Während manche Präsidenten wie Eisenhower oder Nixon die Bedeutung der ersten 100 Tage herunterspielten, haben andere – darunter Barack Obama und George W. Bush – diesen Zeitpunkt genutzt, um Erfolge öffentlich zu präsentieren.
Auch wenn Trump und seine Regierung viele Maßnahmen auf den Weg gebracht haben, zeigt die Geschichte: Die 100 Tage sind nur der Anfang und nicht das Maß aller Dinge.