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Tragödie in Vancouver: SUV rast in Festivalmenge – mehrere Tote, Fahrer festgenommen

NoName_13 (CC0), Pixabay

Ein Straßenfest in Vancouver endete am Samstagabend in einer Katastrophe: Ein SUV fuhr in eine dicht gedrängte Menschenmenge auf dem Lapu-Lapu-Festival, einer traditionellen Feier der philippinischen Gemeinschaft. Mehrere Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Polizei bestätigte inzwischen, dass es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht um eine terroristische Tat handelt.

Nach offiziellen Angaben ereignete sich der Vorfall gegen 20 Uhr Ortszeit, als Tausende Besucher noch ausgelassen die kulturellen Darbietungen genossen. Augenzeugen berichteten von einer fröhlichen Atmosphäre, die binnen Sekunden in Panik umschlug, als ein schwarzer Geländewagen plötzlich von der Straße abkam und direkt in den abgesperrten Bereich für Fußgänger raste.

Der mutmaßliche Fahrer, ein 30-jähriger Kanadier aus Vancouver, wurde am Tatort von Passanten gestoppt und anschließend von der Polizei festgenommen. Er ist den Behörden bereits aus früheren Vorfällen bekannt. Über sein genaues Motiv wird noch spekuliert; die Polizei schloss ein terroristisches Motiv jedoch frühzeitig aus und geht derzeit von einer Einzeltat aus.

Bilder vom Ort des Geschehens zeigen ein beschädigtes Fahrzeug, umringt von Ermittlern und Sanitätern, die Verletzte versorgten. Trauer und Bestürzung liegen schwer über der Stadt. Bürgermeister Ken Sim sprach auf der Plattform X von einer „unsäglichen Tragödie“ und drückte der philippinischen Gemeinschaft sein tief empfundenes Mitgefühl aus.

Auch Premierminister Mark Carney reagierte tief bewegt: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ihren Familien und allen, die heute Nacht in Vancouver trauern.“ Er lobte die Ersthelfer für ihr entschlossenes Eingreifen und kündigte eine umfassende Aufarbeitung des Vorfalls an.

Oppositionsführer Pierre Poilievre zeigte sich ebenfalls betroffen und würdigte das Engagement der Rettungskräfte. Er appellierte an die Öffentlichkeit, in diesen schweren Stunden zusammenzustehen und auf die Ermittlungen der Behörden zu vertrauen.

Das Lapu-Lapu-Festival, das an den gleichnamigen philippinischen Nationalhelden erinnert, hatte in den letzten Jahren immer mehr Besucher angezogen und gilt als Symbol für kulturellen Stolz und Gemeinschaft in Vancouver. Seit 2023 wird der 27. April in British Columbia offiziell als Lapu-Lapu-Tag gefeiert.

Nur wenige Stunden nach dem Vorfall versammelten sich erste Trauernde am Tatort. Kerzen und Blumen säumten die Straße, stille Gebete lagen in der Luft. Während die Stadt um die Opfer trauert, sichert die Polizei weiterhin Spuren und bittet Augenzeugen, sich zu melden.

Am Montag stehen in Kanada landesweite Parlamentswahlen an – doch in Vancouver ist heute jede politische Auseinandersetzung in den Hintergrund gerückt.

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