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Präzision aus Österreich: Grazer Start-up prüft iPhone-Komponenten mit KI

Tumisu (CC0), Pixabay

Ein junges Unternehmen mit Sitz an der Technischen Universität Graz sorgt derzeit für Aufsehen in der Industrie: AutoLab, ein auf Bildverarbeitung spezialisiertes Start-up, entwickelt optische Prüfsysteme, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) selbst kleinste Produktionsfehler aufspüren – unter anderem bei Zulieferteilen für Apples iPhone.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Fokus liegt auf dem Bau kompletter Qualitätssicherungsanlagen, die direkt in industrielle Fertigungslinien integriert werden. Die Systeme analysieren Bauteile in Sekundenschnelle und schlagen sofort Alarm, sobald ein Defekt entdeckt wird. Ziel ist es, Ausschuss zu vermeiden und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten – auch bei mehreren Millionen gefertigten Einzelteilen pro Jahr.

KI gegen Fehler – bei iPhones und Autos

„Die Qualitätsanforderungen der Industrie steigen ständig“, erklärt AutoLab-Geschäftsführer Thomas Benninger. Besonders in der Automobilbranche, wo ein einzelner Fehler gravierende Folgen haben kann, sei Künstliche Intelligenz oft das Mittel der Wahl: „Teilweise prüfen wir pro Anlage bis zu zehn Millionen Teile pro Jahr – da gibt es keinen Spielraum für Fehler.“

Doch nicht nur die Autoindustrie setzt auf die Technologie des Grazer Start-ups. Aktuell testet AutoLab auch Komponenten, die letztlich in iPhones verbaut werden. Benninger zeigt sich begeistert von der Vielseitigkeit seiner Systeme: „Das ist das Tolle an der Bildverarbeitung – ich kann meine KI auf fast jedes Problem anwenden.“

Hightech aus Graz für den Weltmarkt

Die Anlagen werden maßgeschneidert für Industriekunden gebaut, verkauft und direkt in deren Produktionsprozesse eingebunden. Dank der Kombination aus hochpräziser optischer Erfassung und selbstlernender Algorithmen können selbst kleinste Abweichungen erkannt werden – bevor es zu fehlerhaften Endprodukten kommt.

Mit seiner Technologie trifft AutoLab einen Nerv der Zeit: In einer globalisierten Wirtschaft, in der Effizienz, Qualität und Nachverfolgbarkeit zentrale Faktoren sind, gewinnt automatisierte Qualitätssicherung zunehmend an Bedeutung – insbesondere in Hochtechnologiebereichen wie der Smartphone- und Automobilproduktion.

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