Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Wochenende im idyllischen oberbayerischen Fischbachau für großes Aufsehen gesorgt. Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich eine ganz normale Autofahrt auf der sonst so ruhigen Staatsstraße in ein dramatisches Unfallgeschehen, bei dem gleich zehn Menschen – darunter zwei kleine Kinder – verletzt wurden.
Nach ersten Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall, als ein 34-jähriger Autofahrer zu einem äußerst riskanten Überholmanöver ansetzte. Offenbar hielt ihn weder der dichte Verkehr noch die unübersichtliche Straßensituation davon ab, gleich drei vor ihm fahrende Fahrzeuge zu überholen. Doch dieser Leichtsinn sollte dramatische Folgen haben.
Als der Mann sein Fahrzeug nach dem Überholvorgang wieder auf seine Spur lenken wollte, verlor er die Kontrolle über sein Auto. Augenblicke später kam es zur Katastrophe: Der Wagen des Überholenden krachte frontal in zwei entgegenkommende Fahrzeuge. Ein heftiger Zusammenstoß, der nicht nur Blechschäden, sondern auch zahlreiche Verletzte forderte.
Insgesamt zehn Menschen im Alter zwischen vier und 46 Jahren wurden bei dem Unfall verletzt – glücklicherweise nach Polizeiangaben allesamt nur leicht. Besonders tragisch: Unter den Verletzten befinden sich auch zwei Kinder im Alter von vier und sieben Jahren, die sich zur Unfallzeit in den beteiligten Fahrzeugen befanden.
Für den Unfallfahrer selbst hat sein waghalsiges Verhalten nun ein juristisches Nachspiel. Die Polizei hat Ermittlungen gegen den 34-jährigen Mann eingeleitet. Ihm drohen neben einer empfindlichen Geldstrafe auch der Entzug der Fahrerlaubnis sowie weitere strafrechtliche Konsequenzen.
Der Vorfall in Fischbachau zeigt auf erschütternde Weise, wie gefährlich riskante Überholmanöver im Straßenverkehr sein können – und wie schnell durch einen Moment der Unachtsamkeit zahlreiche Menschenleben in Gefahr geraten.