US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag ein umfassendes Dekret unterzeichnet, das den Weg für ein Comeback der Kohleindustrie in den Vereinigten Staaten ebnen soll. Unter dem Motto „America first – auch beim Feinstaub“ ordnete er an, sämtliche Einschränkungen für Kohleabbau, Export und den Weiterbetrieb alter Kraftwerke aufzuheben oder zu lockern.
Bei einer Zeremonie im Weißen Haus, flankiert von Bergarbeitern mit Schutzhelmen, erklärte Trump: „Wir brauchen Energie – für Jobs, für Wachstum, für künstliche Intelligenz.“ Und die solle, geht es nach ihm, künftig wieder aus rauchenden Schloten kommen.
Trump begründete die Maßnahme unter anderem mit einem wiederholten Verweis auf Deutschland: Dort würden angeblich neue Kohlekraftwerke gebaut, weil die grüne Politik gescheitert sei. „Deutschland war am Ende“, so Trump. Der Umstieg auf Windkraft habe versagt, weil „der Wind nicht stark genug wehte“. Belege für diese Behauptungen blieb er wie gewohnt schuldig.
Fakt ist: Während ein Großteil der Welt auf erneuerbare Energien und Klimaziele setzt, schlägt Trump den entgegengesetzten Weg ein – mit einer Rückkehr zur Kohle und einem vagen Verweis auf Energiesicherheit durch Altbewährtes. Kritiker befürchten eine Rolle rückwärts in der Klimapolitik – und das Wiederaufleben von Umweltproblemen, die längst als überholt galten.