Das Deutschlandticket zeigt zunehmend Wirkung: Immer mehr Menschen nutzen Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, zählten die Verkehrsbetriebe im vergangenen Jahr rund 11,5 Milliarden Fahrgäste – ein Plus von etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Grund für diesen Aufschwung liegt für die Statistiker klar auf der Hand: Das bundesweit gültige Deutschlandticket, das vor zwei Jahren eingeführt wurde, senkt nicht nur die Kosten für Pendler und Gelegenheitsfahrer, sondern vereinfacht auch den Zugang zum Nahverkehr erheblich. Die unkomplizierte Nutzung quer durch alle Bundesländer macht das Ticket für viele Menschen besonders attraktiv – vor allem im Berufs- und Ausbildungsverkehr.
Während also der Nahverkehr von der neuen Preisstruktur und Nutzerfreundlichkeit profitiert, musste der Fernverkehr der Deutschen Bahn im selben Zeitraum einen Rückgang verzeichnen. Vier Prozent weniger Reisende nutzten im vergangenen Jahr ICE, IC und andere Fernzüge. Hauptursache dafür waren laut Statistischem Bundesamt die zahlreichen Streiks und Betriebsausfälle, die das Vertrauen vieler Fahrgäste erschütterten.
Dennoch werten Experten die Entwicklung im Nahverkehr als wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Mobilität. Das Deutschlandticket könnte langfristig einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, den Autoverkehr in Innenstädten zu reduzieren – vorausgesetzt, das Angebot im Nahverkehr wird weiter ausgebaut und verbessert.