Die USA haben innerhalb eines einzigen Tages zwei Menschen hingerichtet – Edward Thomas James in Florida und Wendell Arden Grissom in Oklahoma. Damit ist James der vierte Hingerichtete in dieser Woche, während bereits vier weitere Exekutionen für den April anstehen.
Ein brutales Verbrechen aus den 90ern
Edward Thomas James, 63, wurde für die grausamen Morde an der 58-jährigen Elizabeth „Betty“ Dick und ihrer 8-jährigen Enkelin Toni Neuner im Jahr 1993 hingerichtet. Unter Drogen- und Alkoholeinfluss vergewaltigte und tötete er das Mädchen, bevor er ihre Großmutter brutal erstach. Er gestand die Tat nach einer 17-tägigen Flucht, als ihn Zuschauer der Sendung „America’s Most Wanted“ erkannten und meldeten.
James selbst hatte stets zugegeben, dass er für seine Taten die Todesstrafe verdiene:
„Ich will nicht sterben, aber es ist die gerechte Strafe für das, was ich getan habe.“
Hoffnung auf Gnade blieb aus
Obwohl James‘ Anwälte bis zuletzt versuchten, seine Hinrichtung zu verhindern, wurden alle Anträge abgelehnt. Sie argumentierten, dass James unter einer fortschreitenden Demenz leide und sich kaum noch an seine eigenen Verbrechen erinnern könne. Doch die Gerichte blieben bei ihrer Entscheidung.
Die Exekution wurde um zwei Stunden verzögert, eine offizielle Begründung blieb aus. Um 20:00 Uhr Ortszeit wurde die Strafe schließlich vollstreckt.
Die USA und die Todesstrafe: Ein umstrittenes System
James’ Hinrichtung war bereits die zehnte in den USA im Jahr 2025. Experten sehen die steigende Anzahl an Exekutionen als Zeichen für einen neuen harten Kurs in mehreren Bundesstaaten, insbesondere in Florida, Oklahoma, Texas und South Carolina.
Allein im April sollen vier weitere Menschen sterben – darunter Mikal Mahdi in South Carolina, der zwischen tödlicher Injektion, Erschießungskommando oder elektrischem Stuhl wählen darf.
Während Befürworter die Todesstrafe als notwendige Abschreckung verteidigen, kritisieren Gegner das System als unmenschlich und fehleranfällig. Besonders die Diskussion um geistig eingeschränkte oder unschuldige Verurteilte hält an.
Die USA bleiben eines der wenigen westlichen Länder, die regelmäßig Todesurteile vollstrecken – und das offenbar mit wachsender Intensität.