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Ölwechsel

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Fotorech (CC0), Pixabay

Momentan ersetzen manche Hersteller bei einigen Produkten wie Kartoffelchips, Kroketten oder Pommes Frites Sonnenblumenöl durch Palmöl. Auf der Vorderseite der Verpackungen wird allerdings weiterhin mit Sonnenblumen geworben und in der Zutatenliste ist ausschließlich Sonnenblumenöl aufgeführt. Nur der kleine Text „Sonnenblumenöl durch Palmöl ersetzt“ weist auf der Rückseite der Verpackung auf die neue Zutat hin.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen von uns wissen: Ist das erlaubt?

Dürfen Hersteller einfach ein anderes Öl verwenden?

Möglich. Hersteller dürfen für ihre Produkte zurzeit unter bestimmten Umständen Palmöl statt Sonnenblumenöl verwenden. Hintergrund ist die extreme Verknappung von Öl aus Sonnenblumen in den letzten Monaten – verursacht durch den Krieg in der Ukraine. Die Änderung ist wegen einer sogenannten Flexibilisierungsmaßnahme für die Kennzeichnung von Lebensmitteln möglich.

Die Ausnahmen für den Einsatz von Palmöl statt Sonnenblumenöl müssen die Hersteller allerdings bei den jeweils zuständigen Landesbehörden der Bundesländer beantragen und dabei nachweisen, dass der Einkauf von Sonnenblumenöl unmöglich oder unzumutbar ist. Die Ausnahmen sind befristet und die Informationen müssen für Verbraucherinnen und Verbraucher leicht verständlich und zugänglich sein.

Da die Änderung der Zutaten nur vorübergehend ist, müssen die Hersteller nicht die gesamte Verpackung verändern, sondern lediglich einen Hinweis auf die andere Zutat geben. So können schon vorproduzierte Packungen weiter genutzt werden, und es wird kein Verpackungsmaterial verschwendet.

Prinzipiell können wir die Maßnahme nachvollziehen. Allerdings ist die unscheinbare Kennzeichnung der neuen Zutat auf der Rückseite unserer Meinung nach ein Problem. Ist diese Art der Darstellung tatsächlich leicht verständlich und zugänglich für Verbraucherinnen und Verbraucher? Wir denken: Nein!

Ein klarer Hinweis auf der Vorderseite, etwa in Form eines Stickers, wäre unseres Erachtens wesentlich besser. Anderenfalls geht die gravierende Änderung am Produkt doch gänzlich unter! Denn kaum eine Verbraucherin bzw. ein Verbraucher wird beim routinemäßigen Einkauf über diesen unscheinbaren Mini-Hinweis stolpern.

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