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Windpark UH: Verbindlichkeiten sinken deutlich – Sachanlagen verlieren fast die Hälfte ihres Buchwerts

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Der mit Datum vom 30. September 2026 vorgelegte Jahresabschluss umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025. Die Bilanzsumme verringerte sich von rund 1,60 Millionen Euro auf 1,21 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um 390.431 Euro beziehungsweise 24,4 Prozent.

Die wesentlichen Veränderungen betreffen das Anlagevermögen auf der Aktivseite und die Verbindlichkeiten auf der Passivseite.

Verbindlichkeiten um rund 379.000 Euro niedriger

Zum Jahresende 2025 beliefen sich die Verbindlichkeiten auf 201.254 Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 579.862 Euro gewesen. Damit ging der ausgewiesene Bestand um 378.608 Euro zurück.

Nach den Angaben im Anhang sind sämtliche zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr entfielen noch 186.846 Euro auf Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese Position lag Ende 2025 bei null.

Verbindlichkeiten in Höhe von 186.846 Euro sind durch die Verpfändung der Stromerlöse besichert. Der entsprechende Vorjahresbetrag betrug 560.450 Euro.

Der Abschluss zeigt damit eine erhebliche Verringerung der bilanzierten Verpflichtungen. Welche Zahlungen oder sonstigen Vorgänge den Rückgang im Einzelnen verursacht haben, lässt sich aus den vorgelegten Unterlagen nicht vollständig nachvollziehen.

Sachanlagen: Buchwert fällt auf rund 400.000 Euro

Das Anlagevermögen besteht vollständig aus Sachanlagen. Deren Buchwert sank von 769.658 Euro auf 400.220 Euro. Der Rückgang beträgt 369.438 Euro oder rund 48 Prozent.

Laut Anhang werden abnutzbare Sachanlagen linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Eine detaillierte Aufschlüsselung der Veränderung des Anlagevermögens ist im vorgelegten Abschluss nicht enthalten. Deshalb lässt sich nicht abschließend feststellen, in welchem Umfang Abschreibungen oder mögliche Anlagenabgänge zum Rückgang beigetragen haben.

Der ausgewiesene Buchwert ist zudem keine Angabe zum aktuellen Marktwert der Anlagen. Aus seiner Verringerung allein lässt sich weder eine entsprechende Abnahme des wirtschaftlichen Werts noch eine Veränderung der Stromproduktion ableiten.

Bankguthaben steigt auf über 408.000 Euro

Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich von 381.465 Euro auf 408.091 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 26.626 Euro beziehungsweise knapp sieben Prozent.

Das gesamte Umlaufvermögen ging dagegen leicht zurück: Es sank von 833.133 Euro auf 812.139 Euro. Ursache hierfür war die Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 451.668 Euro auf 404.049 Euro.

Das Bankguthaben übersteigt zum Stichtag die ausgewiesenen Verbindlichkeiten. Daraus allein ergibt sich jedoch kein vollständiges Bild der laufenden Zahlungsfähigkeit. Dafür wären unter anderem die Zahlungszeitpunkte, mögliche Verfügungsbeschränkungen und weitere anstehende Ausgaben zu berücksichtigen.

Hoher Anteil an Forderungen gegen Gesellschafter

Innerhalb der Forderungen fällt die Entwicklung der Gesellschafterforderungen auf. Diese stiegen von 325.520 Euro auf 357.460 Euro – ein Plus von 31.940 Euro beziehungsweise 9,8 Prozent.

Damit entfallen rund 88,5 Prozent der Position „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ auf Forderungen gegen Gesellschafter. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um Verrechnungskonten, die zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben laut Anhang eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr. Nähere Angaben zu Verzinsung, Sicherheiten oder einzelnen Schuldnern enthält der bereitgestellte Abschluss nicht.

Eigenkapitalquote steigt trotz leicht sinkenden Eigenkapitals

Das Eigenkapital verringerte sich von 891.471 Euro auf 881.307 Euro. Der Rückgang beträgt 10.164 Euro oder rund 1,1 Prozent. Ausgewiesen werden ausschließlich Kapitalanteile der Kommanditisten.

Weil die Bilanzsumme deutlich stärker sank als das Eigenkapital, erhöhte sich die rechnerische Eigenkapitalquote von rund 55,6 Prozent auf 72,7 Prozent.

Die höhere Quote beruht somit auf einer veränderten Bilanzstruktur. Sie bedeutet nicht, dass dem Unternehmen zusätzliches Eigenkapital zugeführt wurde. Ebenso lässt sich aus der Abnahme des Eigenkapitals ohne weitere Angaben kein Jahresverlust ableiten.

Pachtverpflichtungen reichen bis 2035

Die Rückstellungen blieben nahezu unverändert. Sie gingen von 131.458 Euro auf 129.798 Euro zurück.

Zusätzlich nennt der Anhang sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen, die bis zum Geschäftsjahr 2035 bestehen. Ihre Höhe ist variabel. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Pachtverpflichtung von 48.110 Euro angegeben.

Dieser Jahresbetrag lässt sich wegen der variablen Vertragsgestaltung nicht ohne Weiteres auf die verbleibende Laufzeit hochrechnen.

Keine Aussage zum Jahresgewinn möglich

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Die Gesellschaft nahm die im Anhang genannten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. Der Abschluss ist auf den 10. April 2026 datiert und wurde am 14. April 2026 festgestellt.

Eine Gewinn- und Verlustrechnung gehört nicht zu den bereitgestellten Unterlagen. Angaben zu Umsatz, Jahresüberschuss, Stromerlösen oder laufenden Zahlungsströmen liegen deshalb nicht vor.

Die Bilanz dokumentiert vor allem drei Entwicklungen: deutlich geringere Verbindlichkeiten, einen stark gesunkenen Buchwert der Sachanlagen und höhere Bankguthaben. Ob das Geschäftsjahr operativ erfolgreich war und welche Ausschüttungen möglich sind, lässt sich daraus nicht abschließend beurteilen.

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