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Windpark Baruth: Erneut knapp 4.000 Euro Verlust – Finanzanlagen steigen deutlich

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Bremer Gesellschaft gehört zum Konzern der wpd GmbH und weist lediglich eine sehr kleine Bilanz auf. Zum Jahresende 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 18.536,57 Euro. Ein Jahr zuvor waren es 9.759,25 Euro.

Damit hat sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um rund 90 Prozent erhöht.

Finanzanlagen steigen von 5.000 auf 13.000 Euro

Die auffälligste Veränderung auf der Aktivseite betrifft die Finanzanlagen.

Ihr Bilanzwert erhöhte sich von 5.000 Euro auf 13.000 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 8.000 Euro beziehungsweise 160 Prozent.

Nach Angaben im Anhang handelt es sich bei den Finanzanlagen um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Welche konkrete Beteiligung hinter dem Anstieg steht beziehungsweise welche Transaktion die Erhöhung verursacht hat, wird in den vorliegenden Angaben nicht erläutert.

Deshalb lässt sich aus dem Jahresabschluss lediglich feststellen, dass sich der Bilanzwert der Finanzanlagen deutlich erhöht hat.

Bankguthaben steigt leicht

Daneben verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über liquide Mittel von 5.536,57 Euro.

Ende 2024 waren es 4.759,25 Euro.

Das Bankguthaben nahm damit um 777,32 Euro beziehungsweise rund 16,3 Prozent zu.

Weitere Positionen des Umlaufvermögens werden nicht ausgewiesen.

Damit besteht die gesamte Aktivseite zum Bilanzstichtag aus lediglich zwei wesentlichen Positionen: 13.000 Euro Finanzanlagen und rund 5.537 Euro liquiden Mitteln.

Jahresverlust bleibt bei knapp 4.000 Euro

Auf der Ergebnisseite weist die Gesellschaft für 2025 einen Jahresfehlbetrag von 3.905,73 Euro aus.

Für das Vorjahr waren es 3.930,75 Euro.

Rein rechnerisch verringerte sich der Verlust damit um 25,02 Euro beziehungsweise rund 0,6 Prozent.

Dieser Vergleich sollte allerdings nicht überinterpretiert werden.

Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass 2024 lediglich ein Rumpfgeschäftsjahr vom 15. Februar bis 31. Dezember 2024 war. Die Vorjahreszahlen seien deshalb nur eingeschränkt mit dem vollständigen Geschäftsjahr 2025 vergleichbar.

Aussagekräftiger ist daher zunächst die Feststellung: Auch im ersten vollständigen Geschäftsjahr blieb die Beteiligungsgesellschaft mit einem Fehlbetrag von knapp 4.000 Euro in der Verlustzone.

Eine Gewinn- und Verlustrechnung mit einer Aufschlüsselung der Erträge und Aufwendungen ist in den vorliegenden Angaben nicht enthalten. Warum der Verlust entstanden ist, lässt sich deshalb nicht belastbar bestimmen.

Verlustpositionen summieren sich auf 7.836 Euro

Der Fehlbetrag von 2024 ist inzwischen als Verlustvortrag in der Bilanz enthalten.

Zum Jahresende 2025 stehen damit einem Verlustvortrag von 3.930,75 Euro weitere 3.905,73 Euro Jahresfehlbetrag gegenüber.

Zusammengenommen ergeben sich Verlustpositionen von 7.836,48 Euro.

Das entspricht rechnerisch rund 31,3 Prozent des nominalen Stammkapitals von 25.000 Euro.

Das bedeutet allerdings nicht, dass das Unternehmen bilanziell überschuldet wäre. Das Eigenkapital ist weiterhin positiv.

Eigenkapital steigt auf mehr als 17.000 Euro

Trotz des erneuten Jahresverlusts erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital kräftig.

Es stieg von 8.569,25 Euro auf 17.163,52 Euro – ein Plus von rund 100 Prozent.

Der wesentliche Hintergrund ist die Darstellung des Stammkapitals.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 25.000 Euro. Ende 2024 standen diesem jedoch noch 12.500 Euro nicht eingeforderte ausstehende Einlagen gegenüber. Deshalb wurden damals lediglich 12.500 Euro als eingefordertes Kapital ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2025 stehen keine nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen mehr in der Bilanz. Das eingeforderte Kapital beträgt damit nun die vollen 25.000 Euro.

Diese Veränderung überkompensiert bilanziell die inzwischen aufgelaufenen Verluste.

Eigenkapitalquote bleibt hoch

Bei einer Bilanzsumme von 18.536,57 Euro und einem Eigenkapital von 17.163,52 Euro ergibt sich zum Jahresende 2025 eine Eigenkapitalquote von rund 92,6 Prozent.

Im Vorjahr waren es rechnerisch etwa 87,8 Prozent.

Die Bilanz wird damit weit überwiegend durch Eigenkapital getragen.

Bemerkenswert ist zudem, was auf der Passivseite nicht steht: Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten aus.

Neben dem Eigenkapital bestehen lediglich Rückstellungen von 1.373,05 Euro. Im Vorjahr waren es 1.190 Euro.

Beteiligungsgesellschaft – nicht mit einem operativen Windpark verwechseln

Bei der Einordnung der Zahlen ist die Struktur des Unternehmens entscheidend.

Die wpd Windpark Baruth Beteiligungs GmbH ist nach der vorliegenden Bilanz eine Beteiligungsgesellschaft. Ihre wesentlichen Vermögenswerte bestehen aus Finanzanlagen und Bankguthaben.

Eigene Windkraftanlagen, technische Anlagen oder andere Sachanlagen werden in dieser Bilanz nicht ausgewiesen.

Deshalb wäre es irreführend, aus der Bilanzsumme von lediglich rund 18.500 Euro auf die wirtschaftliche Größenordnung eines möglicherweise dahinterstehenden Windenergieprojekts zu schließen.

Die Bilanz beschreibt die Beteiligungsgesellschaft – nicht zwangsläufig die Bilanz eines operativen Windparkbetreibers.

wpd-Konzern im Hintergrund

Die Gesellschaft mit Sitz in Bremen wird in den Konzernabschluss der wpd GmbH einbezogen.

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Björn Nullmeyer.

Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet und am 23. April 2026 festgestellt.

Kleine Bilanz, aber klare Entwicklung

Unter dem Strich zeigt der Abschluss zwei gegenläufige Entwicklungen.

Einerseits schreibt die Gesellschaft weiterhin rote Zahlen. Nach 3.930,75 Euro Fehlbetrag im Rumpfgeschäftsjahr 2024 stehen für 2025 weitere 3.905,73 Euro Verlust in den Büchern. Damit haben sich inzwischen Verlustpositionen von insgesamt rund 7.836 Euro angesammelt.

Andererseits ist die Bilanz deutlich gewachsen. Die Finanzanlagen steigen von 5.000 auf 13.000 Euro, die liquiden Mittel legen leicht zu und das eingeforderte Kapital wird nun mit den vollen 25.000 Euro ausgewiesen. Dadurch erhöht sich das Eigenkapital trotz des neuen Verlusts auf rund 17.164 Euro.

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