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Biomethan GmbH aus Wildeshausen unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Biomethan GmbH befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Delmenhorst ordnete am 17. September 2026 um 12 Uhr die vorläufige Verwaltung des Gesellschaftsvermögens an. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 12 IN 158/26 geführt.

Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in Düngstrup 2 in 27793 Wildeshausen und ist beim Amtsgericht Oldenburg unter der Handelsregisternummer HRB 220193 eingetragen. Vertreten wird das Unternehmen durch den Geschäftsführer Jörn Ahlers.

Die Biomethan GmbH wird in der gerichtlichen Bekanntmachung als Antragstellerin bezeichnet. Demnach hat die Gesellschaft die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr eigenes Vermögen beantragt.

Das Unternehmen ist im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Zum Unternehmensgegenstand gehören der Betrieb und die Verwaltung von Biogasanlagen sowie die technische Aufbereitung und Veredelung des erzeugten Biogases.

Biogas entsteht durch die Vergärung organischer Stoffe. Dabei können beispielsweise landwirtschaftliche Reststoffe, Gülle oder andere biologisch abbaubare Ausgangsmaterialien eingesetzt werden. Das zunächst erzeugte Rohbiogas kann anschließend gereinigt und aufbereitet werden.

Durch die Veredelung entsteht Biomethan, das je nach Qualität und technischer Ausstattung in das Erdgasnetz eingespeist, als Kraftstoff verwendet oder anderweitig energetisch genutzt werden kann. Biogas kann außerdem unmittelbar zur Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt werden.

Zum Geschäftsfeld der Biomethan GmbH gehören auch der Verkauf von Biogasprodukten und elektrischer Energie. Darüber hinaus darf die Gesellschaft Anlagen projektieren, die mit der Produktion und Veredelung von Biogas in Verbindung stehen. Dies kann grundsätzlich die technische Planung, Entwicklung und Vorbereitung entsprechender Energieanlagen umfassen.

Welche Biogasanlagen die Gesellschaft tatsächlich betrieb oder verwaltete, wo sich diese Anlagen befinden und welche Mengen an Gas oder Strom erzeugt wurden, geht aus der Insolvenzbekanntmachung nicht hervor. Auch zu bestehenden Lieferverträgen, Einspeisevereinbarungen oder laufenden Projekten macht das Gericht keine Angaben.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Rechtsanwalt Dr. Moritz Sponagel aus Bremen. Seine Aufgabe besteht zunächst darin, das vorhandene Vermögen zu sichern und nachteilige Veränderungen bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu verhindern.

Die Geschäftsführung bleibt grundsätzlich im Amt. Verfügungen über das Vermögen der Biomethan GmbH sind jedoch nur noch wirksam, wenn der vorläufige Insolvenzverwalter ihnen zustimmt. Die wirtschaftliche Handlungsfreiheit der Gesellschaft ist damit erheblich eingeschränkt.

Personen und Unternehmen, die der Biomethan GmbH noch Geld schulden, dürfen Zahlungen nur noch unter Beachtung des gerichtlichen Beschlusses leisten. Dies kann beispielsweise Abnehmer von Biomethan, Strom oder anderen Energieprodukten betreffen. Vor einer Zahlung sollte geklärt werden, ob diese an die Gesellschaft oder an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu richten ist.

Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung bedeutet noch nicht, dass das reguläre Insolvenzverfahren bereits eröffnet wurde. Zunächst werden die Vermögenslage, die bestehenden Verbindlichkeiten und die Möglichkeiten einer Fortführung oder Sanierung geprüft.

Der Beschluss ordnet keine Stilllegung von Biogasanlagen und keine Einstellung der Energieproduktion an. Ob der Betrieb unverändert fortgeführt wird, lässt sich der Bekanntmachung jedoch nicht entnehmen. Bei Energieanlagen kann eine geordnete Fortführung auch deshalb wichtig sein, weil technische, genehmigungsrechtliche und sicherheitsbezogene Verpflichtungen weiterhin erfüllt werden müssen.

Zur Höhe der Verbindlichkeiten, zur Zahl der Gläubiger, zu möglichen Beschäftigten und zu den Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten enthält die Veröffentlichung keine Angaben. Die endgültige Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens steht noch aus.

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