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Endlich kein „Baby Shark“ mehr im Spotify Wrapped: Neue Funktion richtet sich an Eltern

PhotoMIX-Company (CC0), Pixabay

Das Problem dürften viele Eltern kennen: Im Auto läuft Musik für die Kinder, zu Hause werden Schlaflieder abgespielt und zwischendurch wünschen sich die Kleinen immer wieder dieselben Songs. Für Spotify sieht das zunächst so aus, als gehöre all das zum persönlichen Musikgeschmack des Kontoinhabers.

Die Folge: Zwischen den eigentlich bevorzugten Künstlern und Genres können plötzlich Kinderlieder in Empfehlungen auftauchen. Auch der persönliche Jahresrückblick Spotify Wrapped kann dadurch ein ganz anderes Bild vermitteln, als es dem eigenen Musikgeschmack entspricht.

Damit soll nun Schluss sein.

Spotify führt eine neue Funktion ein, mit der Musik aus der Kategorie „Kinder & Familie“ aus dem persönlichen Geschmacksprofil ausgeschlossen werden kann. Dazu zählen dem Bericht zufolge unter anderem Kinder- und Schlaflieder, Musik aus Animationsfilmen sowie Titel aus Familiensendungen.

Hören darf man die Kinderlieder trotzdem

Entscheidend ist: Die Titel werden dadurch nicht gesperrt.

Eltern und Kinder können die entsprechenden Songs weiterhin suchen, abspielen und in Playlists speichern. Aktiviert man die neue Einstellung, sollen diese Wiedergaben lediglich nicht mehr in die Berechnung des persönlichen Musikgeschmacks einfließen.

Das betrifft laut Spotify unter anderem personalisierte Angebote wie Discover Weekly, Daily Mix und Spotify Wrapped.

Damit trennt Spotify gewissermaßen zwei unterschiedliche Dinge: Was auf einem Account tatsächlich abgespielt wird und welche Musik daraus für die persönlichen Empfehlungen abgeleitet werden soll.

Bisher war die Lösung umständlicher

Ganz neu ist die Möglichkeit, einzelne Höraktivitäten aus dem eigenen Geschmacksprofil herauszuhalten, zwar nicht. Einige Nutzer behalfen sich bislang beispielsweise mit einer „Private Session“.

Der Nachteil: Diese musste immer wieder manuell aktiviert werden. Der neue Schalter für „Kids & Family“ soll dagegen eine dauerhafte Lösung für Kindermusik bieten.

So wird die neue Spotify-Funktion aktiviert

Die Einstellung befindet sich laut dem vorliegenden Bericht in der Spotify-App. Nutzer öffnen zunächst „Einstellungen und Datenschutz“ und anschließend den Bereich „Inhalte und Anzeige“. Dort soll sich die Option befinden, Musik aus der Kategorie „Kinder & Familie“ vom persönlichen Geschmacksprofil auszuschließen.

Interessant ist dabei vor allem ein Detail: Die Änderung soll nach Angaben von Spotify rückwirkend wirken.

Damit soll auch bereits abgespielte Kindermusik künftig nicht mehr für die entsprechenden Empfehlungen beziehungsweise Spotify Wrapped berücksichtigt werden. Bis die Änderung vollständig umgesetzt ist, können laut Spotify allerdings bis zu 48 Stunden vergehen.

Update wird auch in Deutschland ausgerollt

Nach den Angaben im Bericht begann die Einführung der Funktion am 15. September 2026. Sie soll auch Nutzern in Deutschland zur Verfügung stehen.

Für Eltern ist das eine vergleichsweise kleine Einstellung mit möglicherweise deutlich sichtbarer Wirkung. Wer täglich Kinderlieder über den eigenen Account laufen lässt, muss dafür künftig nicht mehr zwangsläufig seine persönlichen Musikempfehlungen opfern.

Und beim nächsten Spotify Wrapped könnte dann tatsächlich wieder der eigene Lieblingskünstler ganz oben stehen – statt des Songs, den die Kinder in den vergangenen Monaten hundertmal hören wollten.

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