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Tragödie auf Kap Verde: 25 Tote bei Busunglück – keine Hinweise auf ausländische Touristen

NoName_13 (CC0), Pixabay

Bei einem schweren Busunglück auf der kapverdischen Insel Fogo sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelt es sich nach bisherigen Angaben überwiegend um einheimische Kinder und Jugendliche. Hinweise darauf, dass deutsche oder andere ausländische Urlauber in dem Bus saßen, gibt es derzeit nicht.

Das Unglück ereignete sich am Samstag, dem 5. September 2026. Der Bus war auf einer Bergstraße zwischen Chã das Caldeiras und Campanas de Cima unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und etwa 30 Meter in eine felsige Schlucht stürzte.

Vor allem einheimische Schüler im Bus

Entgegen dem Eindruck, der durch die Bezeichnung Kap Verdes als beliebtes Urlaubsziel entstehen könnte, handelte es sich nicht um einen Reisebus mit Touristen.

Nach Angaben der kapverdischen Nachrichtenagentur Inforpress waren vor allem Kinder und Jugendliche beziehungsweise Schüler aus den Orten Curral Grande und Ponta Verde an Bord. Auch der Fahrer des Busses kam bei dem Unglück ums Leben.

Die Fahrt war nach Angaben der örtlichen Schulbehörden zudem keine offizielle Schulveranstaltung. Vielmehr soll der Busfahrer den Ausflug privat organisiert haben. Eine solche Fahrt habe er jedes Jahr für Schüler veranstaltet, die er während des Schuljahres beförderte.

Bus stürzt rund 30 Meter in die Tiefe

Das Fahrzeug kam in der bergigen Region im Norden der Insel von der Straße ab und stürzte einen steilen Abhang hinunter. Das Wrack blieb in schwer zugänglichem felsigem Gelände liegen.

Für die Rettungskräfte bedeutete dies einen besonders schwierigen Einsatz. Die Unfallstelle konnte mit Fahrzeugen nicht unmittelbar erreicht werden. Einsatzkräfte mussten sich zu Fuß zu den Opfern vorarbeiten. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten bis in die Nacht.

Mehrere Menschen überlebten das Unglück und wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Nach aktuellen Angaben wurden 18 Verletzte behandelt, vier von ihnen in ernstem Zustand. Bei den verschiedenen frühen Meldungen gibt es allerdings noch Unterschiede hinsichtlich der Zahl und des Alters der Verletzten.

Unfallursache weiterhin ungeklärt

Warum der Bus von der Straße abkam, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Behörden untersuchen die Ursache des Unglücks. Spekulationen über einen möglichen technischen Defekt sind daher bislang nicht als gesicherte Unfallursache anzusehen.

Der kapverdische Präsident José Maria Neves bezeichnete das Unglück als eine „große Katastrophe“ und sprach den Familien und Freunden der Opfer sein Beileid aus. Auch die örtlichen Behörden reagierten auf das Ausmaß der Tragödie und ordneten Trauertage an.

Erwähnung deutscher Urlauber führt in die falsche Richtung

Kap Verde ist zwar auch ein beliebtes Reiseziel für europäische und deutsche Urlauber. Besonders die Inseln Sal und Boa Vista sind touristisch stark erschlossen.

Mit dem verunglückten Bus hat dies nach dem derzeitigen Ermittlungsstand jedoch nichts zu tun. Die bislang verfügbaren Berichte sprechen von einem Ausflug einheimischer Schüler und Jugendlicher auf Fogo. Ausländische Touristen werden unter den Insassen bislang nicht genannt.

Damit handelt es sich vor allem um eine schwere Tragödie für die örtlichen Gemeinden auf Fogo, in denen zahlreiche Familien durch den Tod der Kinder und Jugendlichen betroffen sind.

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