Schnelles Geld im Homeoffice, einfache Produkttests, Umfragen oder vermeintlich lukrative Tätigkeiten für Marketing- und Marktforschungsunternehmen: Betrüger locken Arbeitssuchende mit angeblich unkomplizierten Nebenjobs und hohen Verdienstmöglichkeiten.
Die Watchlist Internet warnt aktuell vor 367 Plattformen mit betrügerischen Jobangeboten. Wer sich auf solche Angebote einlässt, erhält häufig nicht nur keinen Lohn. Im schlimmsten Fall werden persönliche Daten, Bankkonten oder die eigene Identität für Geldwäsche oder andere Straftaten missbraucht.
Diese Seiten wurden zuletzt neu auf die Warnliste gesetzt
03.09.2026
kargeragentur.de
romy-frieder.de
31.08.2026
limex.solutions
limex-solutions.gmbh
20.08.2026
diermann-marketing.net
17.08.2026
pergus-data.de
karger-agentur.de
12.08.2026
webora-agentur.de
boinnew.cc
11.08.2026
homeofficepilot.at
goforbest.top
10.08.2026
fei3nhaus58.com
06.08.2026
mexdkjuf.com
31.07.2026
hypo-4u.de
27.07.2026
xenokrat.de
16.07.2026
eilers-gmbh.com
15.07.2026
uimlvmo.com
09.07.2026
han3szd2ork.com
01.07.2026
aktiv-personal.net
29.06.2026
handmadeshops.net
26.06.2026
svitla-vip.co
25.06.2026
ll-sheins.com
22.06.2026
zibitcoin.net
10.06.2026
kbs-management.cc
08.06.2026
efficient-flow.solutions
07.06.2026
remotejobseu.site
03.06.2026
workspacehatch.com
02.06.2026
auhandmade.com
29.05.2026
gurudehub.com
27.05.2026
portal.digital-dgigmbh.de
25.05.2026
precision-labs.de
24.05.2026
ownyourregion.eu
22.05.2026
talent-levia.com
20.05.2026
steinersearch.at
14.05.2026
dacimmo.com
29.04.2026
uwb-beratung.com
23.04.2026
tkensure.top
22.04.2026
management-zander.de
15.04.2026
ottoxaus.net
ovrise.com
13.04.2026
jn-recruitment.at
11.04.2026
handmadesure.cc
10.04.2026
bws-beratung.com
05.04.2026
riversidebuzz.com
20.03.2026
appolvintop.click
grkwork.com
17.03.2026
handmadeelse.cc
16.03.2026
kantar.tv
04.03.2026
civey.at
27.02.2026
agda888.com
19.02.2026
applovntop.com
10.02.2026
rezdyretreats.com
05.02.2026
handmadestoree.cc
27.01.2026
handmadesho.cc
bp-analytics.de
handmadedsjk.cc
handmadepros.cc
12.01.2026
rezdybnb.com
11.01.2026
dyshopvip.com
08.01.2026
prüfwerkgmbh.de
07.01.2026
enchantravel.com
Auch zahlreiche ältere Jobplattformen bleiben gelistet
Unter den bereits 2025 aufgenommenen Seiten befinden sich unter anderem:
elitestayzio2u.com
handmadestoe.cc
arabankloan.online
jobdreamonline.com
wmartdatalist.com
at.trabajo.org
fullzcash.com
walmorder.top
homeoffice-helden.de
meta.talentloompro-at.com
webhubtest.net
isuimall.com
kneenmall.shop
malibu257.com
upshiftade.com
testheld.me
dts-werbeagentur.de
bonprixsho.shop
flexarbeit.com
isuitworker.shop
jenshoping.top
demeaningfulbrands.com
webtesthub.de
tizchmrf.cc
otech-duesseldorf.com
baumantransporte.com
trx-on-chain.de
jobflow.careers
pathe-box.com
openai-trips-reserve.com
near-on-chain.de
Besonders beliebt: Homeoffice, Produkttests und Umfragen
Die Betrugsangebote wirken häufig zunächst harmlos. Gesucht werden angeblich Mitarbeiter für Umfragen, Marktforschung, Produkttests, Datenpflege, Online-Bewertungen, Paketweiterleitung oder einfache Tätigkeiten im Homeoffice.
Der versprochene Verdienst steht dabei oftmals in keinem Verhältnis zur geforderten Arbeit. Wenige Stunden Tätigkeit sollen angeblich bereits hohe Tages- oder Wochenverdienste ermöglichen.
Gerade dieses Versprechen sollte misstrauisch machen.
Aus dem Traumjob kann Geldwäsche werden
Besonders gefährlich sind Stellenangebote, bei denen Beschäftigte ihr eigenes Bankkonto zur Verfügung stellen oder Zahlungen empfangen und anschließend weiterleiten sollen.
Die Täter können beispielsweise erklären, der neue Mitarbeiter müsse Kundenzahlungen entgegennehmen, diese prüfen und anschließend an ein anderes Konto weiterüberweisen.
Tatsächlich können die Gelder aus Straftaten stammen.
Wer solche Zahlungen über sein eigenes Konto weiterleitet, kann dadurch selbst in den Verdacht geraten, an Geldwäsche beteiligt gewesen zu sein.
Auch wenn die Betroffenen glaubten, lediglich einer normalen Arbeit nachzugehen, können erhebliche rechtliche und finanzielle Probleme entstehen.
Vorsicht bei angeblichen Testkonten
Eine weitere Masche besteht darin, Bewerber aufzufordern, im Rahmen eines angeblichen Einstellungstests Bankkonten, Zahlungsdienste oder Konten bei Kryptowährungsplattformen zu eröffnen.
Als Begründung wird möglicherweise erklärt, dass damit die Qualität eines Finanzdienstleisters getestet werden solle.
Tatsächlich können die Kriminellen anschließend versuchen, diese Konten für eigene Geschäfte zu benutzen.
Ein seriöser Arbeitgeber benötigt für eine Bewerbung grundsätzlich keinen Zugriff auf das private Bankkonto eines Bewerbers.
Identitätsdiebstahl durch vermeintliche Bewerbung
Fake-Arbeitgeber verlangen häufig sehr früh umfangreiche persönliche Daten.
Dazu können gehören:
Name und Anschrift,
Geburtsdatum,
Telefonnummer,
Bankverbindung,
Ausweiskopien,
Selfies mit Ausweisdokumenten oder
weitere persönliche Unterlagen.
Mit diesen Daten können Kriminelle anschließend versuchen, Verträge abzuschließen, Konten zu eröffnen oder weitere Betrugsdelikte im Namen des Opfers zu begehen.
Deshalb sollten Ausweiskopien oder andere sensible Dokumente nicht leichtfertig an unbekannte Arbeitgeber geschickt werden.
Vorsicht vor Aufgaben gegen Vorauszahlung
Bei manchen betrügerischen Jobangeboten sollen Beschäftigte zunächst selbst Geld einzahlen.
Das kann beispielsweise als notwendige Aktivierung eines Arbeitskontos, Schulungsgebühr, Sicherheitsleistung oder Startguthaben dargestellt werden.
Teilweise müssen die Opfer angeblich Produkte kaufen, Hotel- oder Reiseangebote bewerten oder Waren bestellen. Ihnen wird versprochen, den eingesetzten Betrag einschließlich einer Provision zurückzuerhalten.
Anfangs können sogar kleine Auszahlungen erfolgen, um Vertrauen aufzubauen.
Später werden immer höhere Einzahlungen verlangt. Eine Auszahlung des vermeintlichen Guthabens wird dann plötzlich von weiteren Zahlungen abhängig gemacht.
Bekannte Firmennamen sind kein Sicherheitsmerkmal
Betrüger verwenden bei Fake-Jobs immer wieder Namen oder Bezeichnungen, die an bekannte Unternehmen erinnern.
Eine bekannte Marke im Stellenangebot bedeutet daher nicht automatisch, dass das Unternehmen tatsächlich hinter der Ausschreibung steht.
Entscheidend ist die genaue Internetadresse.
Schon kleine Veränderungen, zusätzliche Wörter, ungewöhnliche Domainendungen oder Schreibfehler können darauf hinweisen, dass es sich nicht um die echte Unternehmensseite handelt.
Auch Kontakt über Messenger ist typisch
Betrügerische Jobangebote werden nicht nur auf Webseiten veröffentlicht.
Opfer werden häufig auch ungefragt über WhatsApp, Telegram, SMS oder soziale Netzwerke kontaktiert.
Typische Nachrichten versprechen einen unkomplizierten Nebenverdienst, flexible Arbeitszeiten und eine Tätigkeit, die komplett vom Smartphone aus erledigt werden könne.
Seriöse Arbeitgeber bieten in aller Regel nicht völlig unvermittelt hoch bezahlte Jobs per Messenger an.
Diese Warnzeichen sollten Bewerber ernst nehmen
Misstrauen ist angebracht, wenn für sehr wenig Arbeit ungewöhnlich viel Geld versprochen wird, keine nachvollziehbare Stellenbeschreibung vorhanden ist oder das Unternehmen kaum überprüfbare Angaben zu seiner Identität macht.
Besonders kritisch ist es, wenn Bewerber Geld vorstrecken, ihr Bankkonto für Zahlungen zur Verfügung stellen, Kryptowährungen kaufen, fremde Gelder weiterleiten oder unter Anleitung neue Konten eröffnen sollen.
Auch ein ausschließlich über Messenger geführtes Bewerbungsverfahren ohne persönliches Gespräch oder nachvollziehbaren Ansprechpartner sollte überprüft werden.
Arbeitgeber vor der Bewerbung überprüfen
Vor der Übermittlung sensibler Daten sollte geprüft werden, ob das Unternehmen tatsächlich existiert.
Dazu gehören Firmenanschrift, Handelsregisterangaben, Telefonnummer und die offizielle Internetseite.
Wer angeblich von einem bekannten Unternehmen angeschrieben wurde, sollte nicht auf Links in der Nachricht klicken, sondern die offizielle Webseite selbst aufrufen und dort prüfen, ob die betreffende Stelle tatsächlich ausgeschrieben ist.
Bereits Daten oder Geld übermittelt? Schnell handeln
Wer auf ein Fake-Jobangebot hereingefallen ist, sollte den Kontakt abbrechen und keine weiteren Zahlungen leisten.
Wurde Geld überwiesen, sollte umgehend die eigene Bank informiert werden.
Wurde das eigene Konto für fremde Zahlungen verwendet, sollte ebenfalls unverzüglich die Bank kontaktiert und der Sachverhalt geklärt werden.
Bei übermittelten Ausweiskopien oder persönlichen Daten besteht zusätzlich die Gefahr des Identitätsmissbrauchs.
Chatverläufe, Stellenanzeigen, E-Mails, Zahlungsbelege, Telefonnummern und Screenshots sollten unbedingt gespeichert werden.
Bei einem Betrugsverdacht sollte außerdem Anzeige bei der Polizei erstattet werden.
Die wichtigste Regel lautet: Ein seriöser Arbeitgeber verlangt nicht, dass Bewerber eigenes Geld einzahlen, fremde Gelder weiterleiten oder ihr privates Bankkonto für Unternehmensgeschäfte zur Verfügung stellen. Wer solche Aufgaben erhält, sollte den angeblichen Job sofort kritisch überprüfen.