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Italien-Urlauber aufgepasst: Mit dem 50-Euro-Trick wollen Diebe Autofahrer aus dem Wagen locken

Tumisu (CC0), Pixabay

Ein vermeintlicher Glücksfund kann in Italien schnell zur Falle werden. Kriminelle sollen derzeit auf Parkplätzen mit einem einfachen Ablenkungstrick arbeiten: Sie klemmen einen gefälschten 50-Euro-Schein unter den Scheibenwischer eines geparkten Autos.

Besonders betroffen sein können große Parkplätze vor Einkaufszentren, Supermärkten oder in stark besuchten Touristengebieten.

So funktioniert die Masche

Der Fahrer steigt in sein Auto, verstaut Tasche, Handy oder Portemonnaie und startet möglicherweise bereits den Motor. Erst dann bemerkt er den Geldschein an der Windschutzscheibe.

Viele steigen daraufhin spontan wieder aus, um den vermeintlichen Fund einzusammeln. Genau auf diesen Moment warten die Täter.

Während der Fahrer abgelenkt ist, kann ein Komplize Wertsachen aus dem Fahrzeug stehlen. Im schlimmsten Fall steigt der Täter selbst in den Wagen und fährt damit davon – insbesondere dann, wenn Motor und Schlüssel noch im Auto sind.

Der 50-Euro-Schein ist nur der Köder

Der Trick funktioniert deshalb so gut, weil der Geldschein überraschend auftaucht und die Aufmerksamkeit sofort auf sich zieht. Für die Täter zählt dabei jede Sekunde.

Autofahrer sollten deshalb bei ungewöhnlichen Gegenständen an der Windschutzscheibe nicht spontan aussteigen. Sicherer ist es, zunächst weiterzufahren und einen übersichtlichen beziehungsweise belebten Ort anzusteuern.

Dort gilt: Motor ausschalten, Schlüssel mitnehmen, Fahrzeug verriegeln und erst anschließend nachsehen.

Auch die Flasche am Reifen soll Fahrer aus dem Auto locken

Der Geldschein ist nicht die einzige Ablenkungsmasche.

Bei einem weiteren Trick wird eine Plastikflasche an einem Rad des Fahrzeugs befestigt. Beim Losfahren verursacht sie ein ungewöhnliches Geräusch.

Der Fahrer hält an und steigt aus, um nach der Ursache zu sehen. Bleibt das Auto dabei unverschlossen oder läuft der Motor weiter, können Kriminelle die Gelegenheit nutzen, um Wertgegenstände zu stehlen oder das Fahrzeug zu entwenden.

Fingierter Schaden und falsche Nachricht

Eine andere Masche beginnt mit einem angeblichen Schaden am Auto.

Täter beschädigen beispielsweise einen Außenspiegel oder hinterlassen einen Kratzer. Anschließend wird ein Zettel mit einer Telefonnummer an der Windschutzscheibe angebracht.

Wer die Nummer anruft, kann anschließend dazu aufgefordert werden, über WhatsApp einen Link zu öffnen. Dahinter kann ein Versuch stecken, persönliche Daten oder Passwörter abzugreifen.

Fahrzeug niemals ungesichert zurücklassen

Wer aus seinem Auto aussteigt – auch nur für wenige Sekunden – sollte grundsätzlich:

den Motor ausschalten,
den Schlüssel mitnehmen,
Fenster schließen,
das Fahrzeug verriegeln und
Wertsachen nicht sichtbar zurücklassen.

Gerade Ablenkungstricks leben davon, dass das Opfer glaubt, nur ganz kurz aussteigen zu müssen.

Besonders im Urlaub aufmerksam bleiben

Urlauber können ein attraktives Ziel sein, weil sie sich in der Umgebung nicht auskennen und häufiger Gepäck, Bargeld, Ausweise oder elektronische Geräte im Fahrzeug haben.

Wer an seinem Auto einen ungewöhnlichen Gegenstand, einen Geldschein, einen Zettel oder einen vermeintlichen Schaden bemerkt, sollte deshalb zunächst misstrauisch bleiben.

Die wichtigste Regel: Niemals bei laufendem Motor und offenem Fahrzeug aussteigen. Erst an einem sicheren Ort anhalten, Auto abschließen und dann nachsehen.

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