Die Masche wirkt zunächst plausibel: Ein Paket konnte angeblich nicht zugestellt werden, weil niemand zu Hause gewesen sei. Nun befinde sich die Sendung in einem Lager und die Zustellung müsse neu geplant werden.
In der Nachricht findet sich eine angebliche Bestellnummer sowie ein Button mit der Aufforderung „Hier klicken, um zu aktualisieren“. Genau hier beginnt die eigentliche Gefahr.
Wer den Link öffnet, landet nicht beim Paketdienst, sondern auf einer gefälschten Internetseite. Dort versuchen die Täter, persönliche Informationen zu erbeuten. Die gewonnenen Daten können anschließend für weitere Betrugsversuche oder Identitätsmissbrauch eingesetzt werden.
Zeitdruck und bekannte Marken sollen Vertrauen schaffen
Die Betrüger setzen dabei auf mehrere typische Phishing-Methoden gleichzeitig. Der bekannte Name eines Paketdienstes soll Vertrauen erzeugen, während das vermeintliche Zustellproblem den Empfänger zu einer schnellen Reaktion bewegen soll.
Besonders wirkungsvoll ist die Masche, weil sehr viele Menschen tatsächlich regelmäßig Pakete erwarten. Eine entsprechende Nachricht kann deshalb genau im richtigen Moment im Postfach landen.
Verbraucher sollten sich von solchen Mitteilungen nicht unter Druck setzen lassen und keine Links oder Buttons in unerwarteten Paket-Mails öffnen.
Sendungsstatus besser selbst überprüfen
Wer tatsächlich auf eine Lieferung wartet, sollte die Sendungsverfolgung unabhängig von der erhaltenen Nachricht aufrufen. Dazu kann die bekannte Internetseite beziehungsweise die offizielle App des Paketdienstes verwendet werden.
Die in einer verdächtigen Nachricht angegebene Internetadresse sollte dagegen nicht als Ausgangspunkt für die Überprüfung dienen.
Auch ungewöhnliche Absenderadressen, sprachliche Fehler, eine unpersönliche Ansprache oder die Aufforderung zur Eingabe persönlicher beziehungsweise finanzieller Daten sind Warnsignale.
Was tun, wenn bereits Daten eingegeben wurden?
Wer lediglich eine verdächtige Mail erhalten hat, sollte nicht auf enthaltene Links reagieren und die Nachricht löschen beziehungsweise als Spam oder Phishing markieren.
Wurden dagegen bereits Zugangsdaten eingegeben, sollten betroffene Passwörter möglichst schnell geändert werden. Sind Bank-, Kreditkarten- oder andere Zahlungsinformationen betroffen, sollte zusätzlich unverzüglich das zuständige Finanzinstitut kontaktiert werden.
Besondere Vorsicht ist auch bei nachfolgenden Nachrichten oder Anrufen geboten. Bereits erbeutete persönliche Informationen können genutzt werden, um spätere Betrugsversuche glaubwürdiger erscheinen zu lassen.