Die Windpark Düste UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG aus Düsseldorf hat ihre Bilanz im Geschäftsjahr 2025 weiter verkürzt und ihre Verbindlichkeiten deutlich zurückgeführt. Zum 31. Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 10,90 Millionen Euro, nach 12,11 Millionen Euro im Vorjahr. Damit verringerte sie sich innerhalb eines Jahres um rund 1,20 Millionen Euro beziehungsweise 9,9 Prozent. Geprägt wird die Entwicklung vor allem durch die fortschreitende Abschreibung der Windkraftanlagen und den Abbau von Finanzverbindlichkeiten.
Das Anlagevermögen sank von 10,06 Millionen Euro auf 8,88 Millionen Euro. Nahezu der gesamte Betrag entfällt auf Sachanlagen, deren Buchwert sich ebenfalls um rund 1,18 Millionen Euro verringerte. Nach Angaben im Anhang werden die technischen Anlagen linear über eine Nutzungsdauer von 16 Jahren abgeschrieben. Der deutliche Rückgang des Sachanlagevermögens lässt sich daher mit der laufenden Abschreibung der Windkraftanlagen erklären; Hinweise auf größere Neuinvestitionen enthält der vorliegende Abschluss nicht. Die Finanzanlagen blieben mit lediglich 600 Euro unverändert.
Während das Anlagevermögen zurückging, verbesserte sich die Liquiditätsposition etwas. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 993.000 Euro auf 1,06 Millionen Euro. Besonders die Bankguthaben entwickelten sich positiv: Sie stiegen von rund 700.000 Euro auf 813.549 Euro, ein Plus von gut 113.000 Euro beziehungsweise rund 16 Prozent. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen dagegen von knapp 293.000 Euro auf 245.840 Euro zurück.
Bemerkenswert hoch bleiben die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Sie beliefen sich Ende 2025 auf 961.900 Euro, nach 1,05 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Angaben der Gesellschaft handelt es sich dabei um bereits geleistete Ausgaben, die wirtschaftlich zukünftige Perioden betreffen und über den entsprechenden Zeitraum linear als Aufwand aufgelöst werden. Damit machen diese Abgrenzungsposten knapp neun Prozent der gesamten Bilanzsumme aus.
Auf der Finanzierungsseite konnte die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten deutlich reduzieren. Sie sanken von 8,40 Millionen Euro auf 7,59 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um rund 806.000 Euro beziehungsweise 9,6 Prozent. Die Entschuldung dürfte damit einen wesentlichen Teil der Bilanzverkürzung erklären.
Von den Ende 2025 ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind 845.126 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Dieser Betrag liegt nur geringfügig über den Bankguthaben von rund 813.549 Euro. Zusätzlich stehen allerdings Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von knapp 246.000 Euro zur Verfügung. Rein bilanziell verfügt die Gesellschaft somit über kurzfristig mobilisierbare Vermögenswerte, die über den kurzfristigen Verpflichtungen liegen.
Ein erheblicher Teil der Finanzierung bleibt langfristig. Verbindlichkeiten von 3,57 Millionen Euro weisen eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch branchenübliche Sicherheiten abgesichert. Dazu gehören insbesondere Pfandrechte an den Windkraftanlagen sowie die Abtretung von Forderungen aus abgerechneten Stromlieferungen. Die finanzierenden Banken haben damit direkten Zugriff auf wesentliche Vermögenswerte beziehungsweise Einnahmeströme des Windparks.
Die Rückstellungen spielen mit 127.138 Euro eine vergleichsweise geringe Rolle. Gegenüber dem Vorjahreswert von rund 112.000 Euro erhöhten sie sich um etwa 15.000 Euro. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind außerdem 48.252 Euro Steuerverbindlichkeiten enthalten, nach 44.695 Euro im Vorjahr.
Anders als die Verschuldung entwickelte sich auch das Eigenkapital rückläufig. Die Kapitalanteile der Kommanditisten sanken von 3,60 Millionen Euro auf 3,19 Millionen Euro, also um rund 412.000 Euro beziehungsweise 11,5 Prozent. Da kein gesonderter Bilanzgewinn oder Bilanzverlust ausgewiesen wird, lässt sich aus den veröffentlichten Bilanzangaben allein nicht feststellen, ob diese Veränderung beispielsweise auf Entnahmen, Ergebniszuweisungen oder andere Veränderungen der Kapitalkonten zurückzuführen ist.
Die rechnerische Eigenkapitalquote blieb trotz des Rückgangs relativ stabil. Ende 2025 betrug sie rund 29,2 Prozent, gegenüber etwa 29,7 Prozent im Vorjahr. Damit ist weiterhin knapp ein Drittel der Bilanzsumme durch Eigenkapital gedeckt. Auf jeden Euro Eigenkapital entfallen rund 2,38 Euro Verbindlichkeiten.
Auffällig ist zugleich, dass der Abschluss keine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält. Die Gesellschaft nimmt als kleine Gesellschaft die gesetzlich vorgesehenen größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. Aus den veröffentlichten Angaben sind daher insbesondere Umsatzerlöse aus der Stromproduktion, Abschreibungen, Zinsaufwendungen und das Jahresergebnis nicht ersichtlich. Eine belastbare Aussage darüber, wie profitabel der Windpark 2025 operativ gearbeitet hat, lässt sich auf Grundlage dieser Veröffentlichung deshalb nicht treffen.
Insgesamt vermittelt die Bilanz ein Bild eines reifen, stark abschreibungsgeprägten Windparkprojekts mit rückläufiger Verschuldung. Positiv fallen der Schuldenabbau um mehr als 800.000 Euro und der gleichzeitige Anstieg der Bankguthaben auf. Dem stehen ein sinkender Buchwert der Windkraftanlagen und ein um gut 400.000 Euro reduziertes Eigenkapital gegenüber. Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird sein, ob die laufenden Stromerlöse ausreichen, um neben den Betriebskosten auch Zinsen und Tilgungen zu bedienen und gleichzeitig ausreichend Liquidität aufzubauen.
Die Geschäftsführung erfolgt über die VC Energy IV UG (haftungsbeschränkt) aus Düsseldorf. Diese wurde im Geschäftsjahr durch Andreas Ehrbar und Sebastian Wolber vertreten. Der Jahresabschluss der Windpark Düste UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG wurde am 27. Februar 2026 festgestellt und am 13. August 2026 veröffentlicht.