Der Windpark hat seine Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 leicht ausgeweitet. Zum 31. Dezember 2025 belief sie sich auf 2,08 Millionen Euro, nach 1,98 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg um rund 102.700 Euro beziehungsweise 5,2 Prozent. Auffällig sind vor allem die deutlich gestiegenen liquiden Mittel und der gleichzeitige kräftige Aufbau von Rückstellungen.
Das Anlagevermögen blieb mit 92.889 Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert und spielt in der Bilanz nur eine untergeordnete Rolle. Sachanlagen werden lediglich mit 41 Euro ausgewiesen. Fast das gesamte Anlagevermögen besteht stattdessen aus Finanzanlagen von 92.848 Euro. Die Bilanzstruktur unterscheidet sich damit deutlich von klassischen Windparkgesellschaften, bei denen die Windenergieanlagen selbst regelmäßig den größten Vermögensposten darstellen.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 1,89 Millionen Euro auf 1,99 Millionen Euro und macht damit mehr als 95 Prozent der gesamten Aktiva aus. Innerhalb des Umlaufvermögens kam es allerdings zu einer deutlichen Verschiebung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen von rund 759.300 Euro auf 571.657 Euro zurück. Das entspricht einem Rückgang um knapp 188.000 Euro.
Gleichzeitig erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln kräftig. Bank- und Kassenbestände stiegen von 1,13 Millionen Euro auf 1,42 Millionen Euro. Damit verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über rund 290.000 Euro mehr Liquidität als zwölf Monate zuvor. Der Zuwachs entspricht etwa 25,7 Prozent. Rund 68 Prozent der gesamten Bilanzsumme bestanden Ende 2025 aus liquiden Mitteln.
Auf der Passivseite entwickelte sich das Eigenkapital dagegen rückläufig. Es sank von 494.984 Euro auf 396.306 Euro, also um knapp 98.700 Euro beziehungsweise 19,9 Prozent. Die rechnerische Eigenkapitalquote verringerte sich dadurch deutlich von rund 25,0 Prozent auf 19,0 Prozent.
Die Kapitalanteile der Kommanditisten werden mit 472.999 Euro ausgewiesen, denen nicht eingeforderte ausstehende Einlagen von 76.694 Euro gegenüberstehen. Darüber hinaus nennt der Anhang ausstehende Einlagen auf das Kommanditkapital von 439.657 Euro. Gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen von rund 30.758 Euro.
Der mit Abstand größte Passivposten sind inzwischen die Rückstellungen. Sie erhöhten sich von 1,32 Millionen Euro auf 1,52 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um rund 204.400 Euro beziehungsweise 15,5 Prozent. Damit machen die Rückstellungen inzwischen knapp 73 Prozent der gesamten Bilanzsumme aus.
Welche konkreten Sachverhalte hinter diesem hohen Rückstellungsbestand stehen, geht aus dem veröffentlichten Anhang nicht hervor. Genannt wird lediglich allgemein, dass Steuerrückstellungen für noch nicht veranlagte Steuern und sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken gebildet werden. Eine weitergehende Aufschlüsselung der 1,52 Millionen Euro wird nicht veröffentlicht. Deshalb lässt sich aus dem Abschluss allein nicht beurteilen, ob beispielsweise Rückbau-, Steuer- oder andere Verpflichtungen den wesentlichen Teil ausmachen.
Die eigentlichen Verbindlichkeiten sind dagegen vergleichsweise gering und gingen leicht von 169.269 Euro auf 166.290 Euro zurück. Sämtliche Verbindlichkeiten haben nach Angaben im Anhang eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr. Langfristige bilanzierte Finanzschulden werden somit nicht ausgewiesen.
Bemerkenswert ist das Verhältnis von Liquidität und Verbindlichkeiten: Den kurzfristigen Verbindlichkeiten von rund 166.000 Euro standen zum Jahresende liquide Mittel von mehr als 1,4 Millionen Euro gegenüber. Die vorhandenen Zahlungsmittel waren damit mehr als achtmal so hoch wie die ausgewiesenen Verbindlichkeiten. Allerdings dürfen bei einer Bewertung der finanziellen Situation die hohen Rückstellungen von 1,52 Millionen Euro nicht außer Acht gelassen werden.
Insgesamt zeigt sich damit eine ungewöhnliche Bilanzstruktur. Der Windpark verfügt kaum noch über bilanziertes Sachanlagevermögen, besitzt aber hohe liquide Mittel und Finanzanlagen. Auf der Finanzierungsseite stehen geringen klassischen Verbindlichkeiten sehr hohe Rückstellungen gegenüber. Während sich die Liquidität 2025 deutlich verbessert hat, ging das Eigenkapital um knapp ein Fünftel zurück und die Eigenkapitalquote fiel auf rund 19 Prozent.
Eine abschließende Beurteilung der wirtschaftlichen Ertragslage ist anhand der veröffentlichten Daten nicht möglich. Konkrete Angaben zu Umsatzerlösen, Stromproduktion, Abschreibungen, laufenden Betriebskosten und Jahresergebnis sind in den vorliegenden Zahlen nicht enthalten. Auch die Ursache für den Rückgang der Kapitalanteile und den starken Anstieg der Rückstellungen lässt sich aus der Veröffentlichung nicht eindeutig bestimmen.
Unter dem Strich fällt 2025 vor allem die Verschiebung hin zu höherer Liquidität bei gleichzeitig steigenden Rückstellungen auf. Die Bankguthaben legten um rund 290.000 Euro zu, während Forderungen um knapp 188.000 Euro zurückgingen. Gleichzeitig wuchsen die Rückstellungen um mehr als 200.000 Euro und das Eigenkapital sank um fast 100.000 Euro. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine eigenen Mitarbeiter. Der Jahresabschluss wurde am 22. Juni 2026 festgestellt und am 13. August 2026 veröffentlicht.