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UniRak 2025/26: Solide Diversifikation, aber schwache Jahresperformance und hohe Kosten belasten

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht des UniRak (ISIN DE0008491044) für den Zeitraum vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 zeigt ein durchwachsenes Bild. Der international ausgerichtete Mischfonds kombiniert Aktien und Anleihen und verfolgt damit grundsätzlich einen ausgewogenen Ansatz zwischen langfristigem Kapitalwachstum und stabilisierenden Zinserträgen. Zum Geschäftsjahresende waren rund 60 % des Fondsvermögens in Aktien und 33 % in Rentenanlagen investiert. Kleinere Positionen in Liquidität und Investmentfonds ergänzten das Portfolio.

Aus Anlegersicht fällt zunächst die negative Wertentwicklung auf. Der UniRak verlor im Berichtszeitraum nach BVI-Methode 1,75 %, während die Anteilklasse UniRak -net- einen Verlust von 2,09 % verzeichnete. Damit konnte der Fonds sein Ziel, marktgerechte Erträge und langfristiges Kapitalwachstum zu erzielen, zumindest in diesem Geschäftsjahr nicht erfüllen. Belastend wirkten insbesondere nicht realisierte Wertverluste. Das Ergebnis des Geschäftsjahres lag insgesamt bei rund –142,7 Mio. Euro.
Positiv ist die breite Diversifikation des Portfolios zu bewerten. Innerhalb des Aktienanteils lag der Schwerpunkt mit 65 % des Aktienvermögens in Nordamerika, während die Euroländer 15 % und europäische Länder außerhalb der Eurozone 11 % ausmachten. Gleichzeitig wurde die Branchengewichtung deutlich in Richtung Technologie verschoben: Die IT-Branche stellte zuletzt 28 % des Aktienportfolios. Dies bietet Chancen durch langfristige Digitalisierungstrends, erhöht jedoch zugleich die Abhängigkeit von der Entwicklung großer Technologieunternehmen.

Diese Ausrichtung wird auch bei den Einzelpositionen sichtbar. Zu den bedeutenden US-Technologiewerten gehörten unter anderem NVIDIA mit 3,46 % des Fondsvermögens, Alphabet mit 2,70 %, Apple mit 2,64 % und Microsoft mit 2,39 %. Damit profitiert der Fonds stark von einer positiven Entwicklung des US-Technologiesektors, ist bei einer Korrektur dieses Marktsegments allerdings entsprechend anfällig.
Der Rentenanteil wirkt dagegen stabilisierend. 65 % des Rentenvermögens bestanden aus Staats- und staatsnahen Anleihen, weitere 22 % aus Unternehmensanleihen und 12 % aus Covered Bonds. Das durchschnittliche Rating lag bei A+, was auf eine insgesamt gute Bonitätsqualität hindeutet. Mit einer Duration von sieben Jahren und drei Monaten besteht jedoch ein relevantes Zinsänderungsrisiko. Die durchschnittliche Rendite der Rentenanlagen betrug zum Geschäftsjahresende 3,12 %.

Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist die hohe Fremdwährungsquote. 55 % des Fondsvermögens waren in Fremdwährungen investiert, davon allein 45 % in US-Dollar. Für Euro-Anleger können Wechselkursbewegungen daher einen erheblichen Einfluss auf die Wertentwicklung haben. Neben diesem Währungsrisiko weist der Bericht insbesondere auf Marktpreis-, Zins-, Emittenten- und Kontrahentenrisiken sowie gestiegene politische Risiken durch die internationale Handels- und Zollpolitik und mögliche Verknappungen des Öl- und Gasangebots hin.

Aus Anlegersicht kritisch zu betrachten sind außerdem die Kosten. Die Verwaltungsvergütung beträgt bei UniRak 1,20 % p.a., bei UniRak -net- sogar 1,55 % p.a.; beim klassischen UniRak kommt ein aktueller Ausgabeaufschlag von 3 % hinzu. Gerade bei einem Mischfonds stellen solche laufenden Kosten eine relativ hohe Hürde für die langfristige Nettorendite dar.

Das Fondsvolumen bleibt dennoch beträchtlich. Das gesamte Fondsvermögen belief sich zum Geschäftsjahresende auf rund 7,67 Mrd. Euro. Trotz der negativen Wertentwicklung verzeichnete der Gesamtfonds Netto-Mittelzuflüsse von knapp 90 Mio. Euro, was darauf hindeutet, dass Anleger dem Produkt insgesamt weiterhin Kapital anvertrauten.

Fazit: Der UniRak bietet Anlegern ein breit diversifiziertes Mischportfolio mit einer Kombination aus globalen Aktien und überwiegend bonitätsstarken Anleihen. Positiv sind insbesondere die breite Streuung, die hohe Qualität des Rentenportfolios und die weiterhin vorhandenen Mittelzuflüsse. Dem stehen jedoch die negative Jahresperformance, eine starke Abhängigkeit vom US-amerikanischen Technologie- und Aktienmarkt, erhebliche Fremdwährungsrisiken sowie vergleichsweise hohe laufende Kosten gegenüber. Für langfristig orientierte Anleger, die bewusst eine aktive Mischfondsstrategie suchen und zwischenzeitliche Kursschwankungen akzeptieren können, bleibt der Fonds grundsätzlich interessant. Der Jahresbericht 2025/26 liefert allerdings keinen überzeugenden Nachweis dafür, dass die aktive Verwaltung ihre Kosten durch eine entsprechend starke Wertentwicklung kompensieren konnte.

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