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VW vor radikalem Sparkurs: Bis zu 50.000 Jobs und vier Werke stehen auf dem Spiel

viarami (CC0), Pixabay

Volkswagen-Chef Oliver Blume drängt auf eine zügige Entscheidung über das geplante Sparprogramm des Konzerns. Nach seinen Vorstellungen soll das Maßnahmenpaket noch bis Ende 2026 vom Aufsichtsrat verabschiedet werden. Das kündigte Blume in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) an.

Beschluss noch in diesem Jahr angestrebt

Blume erklärte, sein Ziel sei es, die notwendigen Entscheidungen bis zum Jahresende im Aufsichtsrat herbeizuführen. Bereits vor zwei Wochen hatte sich das Kontrollgremium erstmals mit den Sparplänen befasst. Eine endgültige Entscheidung fiel dabei jedoch nicht.

Nach den bisherigen Planungen soll sich der Aufsichtsrat im September erneut mit dem Thema beschäftigen.

Widerstand gegen die Pläne

Das geplante Sparprogramm stößt innerhalb des Konzerns auf erheblichen Widerstand. Vor allem die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie das Land Niedersachsen, das als Anteilseigner an Volkswagen beteiligt ist, haben Vorbehalte gegen die Pläne geäußert.

Sie befürchten weitreichende Folgen für Beschäftigte und Standorte.

Vier Werke und bis zu 50.000 Arbeitsplätze betroffen

Nach den bislang bekannt gewordenen Überlegungen könnten vier Volkswagen-Standorte von den Einsparungen betroffen sein. Zudem stehen bis zu 50.000 Arbeitsplätze auf dem Prüfstand. Welche Werke konkret betroffen wären und welche Maßnahmen letztlich umgesetzt werden, ist bislang jedoch noch offen.

Die endgültigen Entscheidungen sollen in den kommenden Monaten vorbereitet werden.

Konzern steht unter erheblichem Kostendruck

Volkswagen arbeitet seit geraumer Zeit daran, seine Kostenstruktur zu verbessern. Hintergrund sind der zunehmende Wettbewerbsdruck auf dem internationalen Automarkt, hohe Investitionen in Elektromobilität und Digitalisierung sowie die wachsende Konkurrenz insbesondere aus China.

Mit dem Sparprogramm will der Konzern seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken und die finanziellen Spielräume für künftige Investitionen sichern.

Fazit

Volkswagen-Chef Oliver Blume hält trotz des Widerstands an seinem Zeitplan fest und strebt einen Beschluss über das Sparpaket noch bis Ende 2026 an. Angesichts möglicher Werksschließungen und eines Stellenabbaus von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen dürften die Beratungen im Aufsichtsrat in den kommenden Monaten zu den wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft des Konzerns zählen.

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