Wer eine Tomate aufschneidet und feststellt, dass die Samen im Inneren bereits keimen, ist oft verunsichert. Doch in vielen Fällen besteht kein Grund zur Sorge. Die ungewöhnliche Erscheinung tritt vor allem bei länger gelagerten Tomaten auf und ist meist ein Zeichen dafür, dass die Frucht überreif geworden ist.
Besonders sogenannte Semi-Longlife-Tomaten, die bei Zimmertemperatur ein bis drei Wochen haltbar sind, können unter bestimmten Bedingungen bereits im Inneren zu keimen beginnen. Während der langen Lagerung verlieren die Samen ihre natürliche Keimhemmung und treiben direkt in der Frucht aus.
Nach bisherigen Erkenntnissen entstehen durch diesen Keimprozess keine gesundheitsschädlichen Stoffe. Solange die Keimung noch gering ausgeprägt ist und die Tomate frisch aussieht sowie normal riecht, kann sie grundsätzlich noch verzehrt werden. Empfehlenswert ist jedoch, die gekeimten Samen vor dem Verzehr zu entfernen.
Ist die Keimung bereits weit fortgeschritten oder zeigt die Tomate weitere Anzeichen von Überreife wie eine weiche Konsistenz, Schimmel oder einen unangenehmen Geruch, sollte sie nicht mehr gegessen werden. Durch die lange Lagerung gehen zudem wertvolle Vitamine und andere Inhaltsstoffe verloren.
Wer bereits kurz nach dem Kauf eine Tomate mit gekeimten Samen entdeckt, kann dies als Qualitätsmangel ansehen. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Ware möglichst zeitnah zusammen mit dem Kassenbon im Supermarkt zu reklamieren.