Die Windpark Holtwicker Mark GmbH & Co. KG blickt auf ein wirtschaftlich solides Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Stromproduktion erwirtschaftete das Unternehmen erneut einen deutlichen Jahresüberschuss und kündigt gleichzeitig umfangreiche Investitionen in den weiteren Ausbau des Windparks an. Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss und Lagebericht geht hervor, dass der Betreiber sowohl finanziell stabil aufgestellt ist als auch optimistisch in die Zukunft blickt.
Der Windpark in der Gemeinde Rosendahl besteht seit 2017 aus vier Windenergieanlagen. An dem Projekt beteiligen sich nicht nur Grundstückseigentümer, sondern auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Region. Dieses Bürgerbeteiligungsmodell soll die Akzeptanz der Windenergie stärken und gleichzeitig den Anwohnern eine Beteiligung an den wirtschaftlichen Erträgen ermöglichen. Die Investitionen wurden sowohl durch Eigenkapital als auch durch langfristige Bankdarlehen finanziert.
Im Geschäftsjahr 2025 erzeugten die vier Windkraftanlagen rund 33 Millionen Kilowattstunden Strom. Im Vorjahr waren es noch etwa 36,3 Millionen Kilowattstunden. Aufgrund der geringeren Stromproduktion sanken auch die Erlöse aus der Einspeisevergütung von rund 3,36 Millionen Euro auf etwa 2,68 Millionen Euro. Trotz dieser Entwicklung gelang es dem Unternehmen, einen Jahresüberschuss von rund 318.000 Euro zu erwirtschaften. Die Geschäftsführung bewertet den Verlauf des Geschäftsjahres deshalb insgesamt als zufriedenstellend.
Ein wesentlicher Kostenfaktor bleiben die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen. Diese beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 1,23 Millionen Euro. Hinzu kamen betriebliche Aufwendungen für Wartung, Betrieb des Umspannwerks, Standortpachten sowie die technische und kaufmännische Betriebsführung. Insgesamt lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei rund 933.000 Euro. Auch Zinsaufwendungen für die Finanzierung des Windparks belasteten das Ergebnis, konnten jedoch durch stabile Einnahmen aus dem Stromverkauf aufgefangen werden.
Die Bilanz zeigt, dass das Unternehmen weiterhin umfangreich investiert. Das Anlagevermögen erhöhte sich auf mehr als 12 Millionen Euro. Besonders auffällig ist die Position „Anlagen im Bau“ in Höhe von rund 1,26 Millionen Euro. Diese Summe verdeutlicht, dass bereits an einer Erweiterung des Windparks gearbeitet wird. Gleichzeitig stiegen auch die Finanzanlagen auf über 1,07 Millionen Euro, unter anderem durch Beteiligungen an weiteren Unternehmen der Energiebranche.
Die Eigenkapitalausstattung blieb mit 4 Millionen Euro unverändert stabil. Gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten leicht reduziert werden. Die langfristigen Bankdarlehen beliefen sich zum Jahresende auf rund 9,13 Millionen Euro und wurden planmäßig zurückgeführt. Die Geschäftsführung betont, dass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert gewesen sei und sämtliche Kreditverpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt wurden. Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über Bankguthaben von rund 1,16 Millionen Euro.
Für das Jahr 2026 plant die Gesellschaft einen weiteren Wachstumsschritt. Nach den Prognosen sollen die Erlöse aus der Stromerzeugung auf etwa 3,3 Millionen Euro steigen. Gleichzeitig rechnet die Geschäftsführung mit einem Jahresüberschuss von rund 900.000 Euro. Möglich werden soll dies unter anderem durch die geplante Investition in eine weitere Windenergieanlage. Für dieses Vorhaben sind Investitionen von rund 7 Millionen Euro vorgesehen, die überwiegend über Bankkredite finanziert werden sollen.
Im Lagebericht weist das Unternehmen jedoch auch auf verschiedene Risiken hin. Dazu zählen insbesondere schwankende Windverhältnisse, mögliche technische Ausfälle der Anlagen, Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), steigende Wartungs- und Betriebskosten sowie mögliche Einschränkungen durch behördliche Auflagen oder Naturschutzmaßnahmen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestehen derzeit jedoch keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Dank einer stabilen Finanzierung und langfristiger Verträge sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um auch zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.
Darüber hinaus hebt die Gesellschaft die Chancen hervor, die sich aus einer höheren Stromproduktion, steigenden Strompreisen sowie einer weiterhin wachsenden Bedeutung erneuerbarer Energien ergeben könnten. Die politische Unterstützung für den Ausbau der Windkraft und die zunehmende Bedeutung einer sicheren Energieversorgung werden als wichtige positive Faktoren für die weitere Entwicklung genannt.
Insgesamt präsentiert sich die Windpark Holtwicker Mark GmbH & Co. KG als wirtschaftlich solides Unternehmen mit klarer Zukunftsstrategie. Trotz eines windschwächeren Jahres konnte erneut ein Gewinn erzielt werden. Mit den geplanten Investitionen in zusätzliche Windenergieanlagen und einer stabilen Finanzierungsstruktur setzt der Bürgerwindpark seinen Wachstumskurs fort und möchte auch künftig einen wichtigen Beitrag zur regionalen und klimafreundlichen Energieversorgung leisten.