Dark Mode Light Mode

Rauscher-Gruppe aus Thannhausen stellt Insolvenzanträge – Vorläufige Insolvenzverwalter bestellt

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Für die Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG sowie die Rauscher Verwaltungs GmbH mit Sitz in der Bürgermeister-Raab-Straße 23 in 86470 Thannhausen wurden Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Amtsgericht Neu-Ulm ordnete am 2. Juni 2026 in beiden Verfahren die vorläufige Insolvenzverwaltung an.

Betroffen ist zum einen die Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG im Verfahren mit dem Aktenzeichen 1 IN 208/26. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Constantin Salm-Hoogstraeten aus Ulm bestellt. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Memmingen unter der Handelsregisternummer HRA 10939 eingetragen.

Zum anderen wurde für die Rauscher Verwaltungs GmbH im Verfahren mit dem Aktenzeichen 1 IN 209/26 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Hier bestellte das Gericht Dr. Florian Linkert aus Ulm zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 17262 beim Amtsgericht Memmingen registriert.

In beiden Verfahren gilt ein Zustimmungsvorbehalt. Verfügungen der Unternehmen sind damit nur noch mit Zustimmung der jeweiligen vorläufigen Insolvenzverwalter wirksam. Dies betrifft ausdrücklich auch die Einziehung offener Forderungen.

Die Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG gehört zu den etablierten Unternehmen der Oberflächenveredelungsbranche. Das Unternehmen ist auf die industrielle Pulverbeschichtung von Metallbauteilen spezialisiert. Bei diesem Verfahren werden Metalloberflächen mit einem Pulverlack beschichtet und anschließend eingebrannt. Die Technik wird in zahlreichen Industriebereichen eingesetzt, unter anderem im Maschinenbau, in der Automobilzulieferindustrie, im Metallbau, in der Elektrotechnik sowie bei Bau- und Fassadenelementen.

Zum Kundenkreis gehören typischerweise Industrieunternehmen, Metallverarbeiter, Anlagenbauer sowie Hersteller von Bauteilen und Konstruktionen, die eine widerstandsfähige und optisch hochwertige Oberflächenbeschichtung benötigen. Die Pulverbeschichtung gilt als langlebige und umweltfreundliche Alternative zu vielen klassischen Lackierverfahren.

Die Rauscher Verwaltungs GmbH fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin der operativen Gesellschaft und übernimmt die gesellschaftsrechtliche Führung und Verwaltung innerhalb der Unternehmensstruktur.

Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung dient der Sicherung des Unternehmensvermögens bis zur Entscheidung über die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens. Die vorläufigen Insolvenzverwalter werden nun die wirtschaftliche Lage der Unternehmen analysieren, die Vermögenssituation prüfen und bewerten, ob eine Sanierung oder Fortführung des Geschäftsbetriebs möglich ist.

Für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter bedeutet die Entscheidung zunächst nicht zwangsläufig das Ende der Geschäftstätigkeit. In vielen Fällen wird der operative Betrieb während des vorläufigen Insolvenzverfahrens zunächst fortgeführt, während Möglichkeiten für eine Restrukturierung oder Investorenlösung geprüft werden. Ob die Insolvenzverfahren eröffnet werden, entscheidet das Amtsgericht Neu-Ulm nach Abschluss der laufenden Untersuchungen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

FMA warnt vor SunPay M1: Anbieter verfügt nicht über die erforderliche Zulassung in Österreich

Next Post

Advanziagroup.com: Professionelle Fassade, mögliche Risiken – warum Anleger besonders vorsichtig sein sollten