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BaFin warnt vor unberechtigten Konto-Abbuchungen

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucher derzeit vor unberechtigten SEPA-Lastschriftabbuchungen von Bankkonten. Nach Angaben der Finanzaufsicht nutzen Betrüger gestohlene IBAN-Daten, um widerrechtlich Geld von Konten abzubuchen.

Besonders problematisch: Die Täter treten häufig unter erfundenen Firmennamen auf und sitzen oftmals im Ausland. Viele Betroffene bemerken die Abbuchungen zunächst gar nicht oder halten kleinere Beträge für reguläre Zahlungen.

Nach Einschätzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht stammen die verwendeten IBAN-Daten teilweise aus Datendiebstählen oder früheren Online-Leaks. Kriminelle nutzen diese Informationen anschließend für betrügerische Lastschrifteinzüge.

Die Behörde rät Verbrauchern dringend dazu, ihre Kontobewegungen regelmäßig und sorgfältig zu kontrollieren. Besonders bei unbekannten Abbuchungen oder ungewöhnlichen Firmennamen sollten Betroffene sofort reagieren.

Wichtig für Verbraucher: Kein Unternehmen darf ohne gültige Einzugsermächtigung Geld vom Konto abbuchen. Wurde eine Lastschrift ohne Zustimmung vorgenommen, haben Betroffene in der Regel bis zu 13 Monate Zeit, das Geld zurückzufordern.

Die BaFin empfiehlt im Verdachtsfall folgende Schritte:

  • sofort die eigene Bank kontaktieren,
  • unberechtigte Lastschriften zurückbuchen lassen,
  • der Abbuchung schriftlich widersprechen,
  • Nachweise für angebliche Vertragsabschlüsse verlangen,
  • Strafanzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten.

Verbraucherschützer warnen zudem davor, persönliche Bankdaten leichtfertig im Internet preiszugeben. Besonders Gewinnspiele, unseriöse Online-Shops oder angebliche Vertragsangebote werden häufig genutzt, um an IBAN-Daten zu gelangen.

Experten beobachten seit Jahren eine Zunahme solcher Lastschriftbetrugsfälle. Gerade kleine Abbuchungsbeträge fallen vielen Kontoinhabern zunächst nicht auf. Genau darauf setzen die Täter offenbar gezielt.

Der aktuelle Hinweis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zeigt erneut, wie wichtig Aufmerksamkeit beim Online-Banking und bei Kontobewegungen geworden ist. Bereits eine einzelne unbemerkte Abbuchung kann Hinweis auf weiteren Datenmissbrauch sein.

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