Aktenzeichen 15 IN 23 26
Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Global Freight Management Deutschland GmbH, Studtriede 49 in 28816 Stuhr, hat das Amtsgericht Syke am 03.03.2026 um 09:48 Uhr die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragsgegnerin angeordnet.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HRB 211467 eingetragen. Sie wird durch ihren Geschäftsführer Jacobus Theodorus Spronk mit Wohnsitz in Reuver in den Niederlanden vertreten. Mit der gerichtlichen Entscheidung tritt eine erhebliche Einschränkung der unternehmerischen Handlungsfreiheit ein. Verfügungen der Antragsgegnerin sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Ralf Götz aus Bremen bestellt. Ihm obliegt es, das Vermögen der Gesellschaft zu sichern, die wirtschaftlichen Verhältnisse zu prüfen und eine Grundlage für die Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu schaffen. In dieser Phase steht insbesondere der Schutz der Gläubigerinteressen im Vordergrund.
Die Schuldner der Gesellschaft wurden ausdrücklich aufgefordert, Zahlungen nur noch unter Beachtung des gerichtlichen Beschlusses zu leisten. Damit soll verhindert werden, dass Vermögenswerte ohne Kontrolle abfließen und die künftige Insolvenzmasse geschmälert wird.
Der vollständige Beschluss kann in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts eingesehen werden. Gegen die Entscheidung ist die sofortige Beschwerde statthaft. Sie kann von der Antragsgegnerin eingelegt werden. Darüber hinaus steht sie auch jedem Gläubiger offen, sofern das Fehlen der internationalen Zuständigkeit für die Eröffnung eines Hauptinsolvenzverfahrens gerügt werden soll. Die Beschwerde ist binnen einer Notfrist von zwei Wochen beim Amtsgericht Syke einzulegen. Maßgeblich für den Fristbeginn ist die Zustellung oder Verkündung der Entscheidung, bei öffentlicher Bekanntmachung gelten besondere Fristenregelungen.
Mit der Anordnung der vorläufigen Verwaltung befindet sich das Verfahren nun in einer entscheidenden Prüfungsphase, in der die wirtschaftliche Lage der Global Freight Management Deutschland GmbH umfassend analysiert und über die weitere insolvenzrechtliche Vorgehensweise entschieden wird.