Das neue Förderprogramm des Bundes für Elektroautos stößt beim Kraftfahrzeuggewerbe auf positive Resonanz. Verbandspräsident Thomas Peckruhn erklärte gegenüber dem MDR, die Maßnahmen setzten wichtige Kaufanreize für Privatkunden und könnten der Elektromobilität in Deutschland spürbaren Schub verleihen. Besonders begrüßt werde, dass die Förderung rückwirkend zum 1. Januar gilt.
Bedenken, dass vor allem chinesische Hersteller von der Förderung profitieren könnten, wies Peckruhn zurück. Nach Angaben des Verbandes entfallen mehr als 80 Prozent der Neuzulassungen auf europäische Hersteller. Die Unterstützung komme damit in erster Linie der heimischen Automobilindustrie zugute.
Kritisch äußerte sich Peckruhn allerdings zu den hohen Strompreisen an öffentlichen Ladesäulen. Diese seien ein Hemmnis für viele potenzielle Käufer. Um die Akzeptanz von E-Autos weiter zu steigern, forderte er ein Ladeguthaben für Neuwagenkäufer. Ein solches Bonusmodell könne helfen, die laufenden Kosten zu senken und den Umstieg auf Elektromobilität attraktiver zu machen.
Aus Sicht des Kraftfahrzeuggewerbes ist klar: Die Förderung ist ein wichtiger Schritt – doch ohne bezahlbares Laden droht der erhoffte Durchbruch bei den E-Autos zu stocken.