Nach einem US-Militärangriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas, bei dem Präsident Nicolás Maduro gefangengenommen wurde, hat die neue Übergangsregierung Venezuelas eine einwöchige Staatstrauer angeordnet. Der Angriff in der Nacht auf Samstag forderte nach offiziellen Angaben mindestens 24 Todesopfer unter venezolanischen Soldaten.
„Zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Frauen und Männer, die ihr Leben für die Verteidigung unseres Landes geopfert haben, ordne ich sieben Tage der Staatstrauer an“, erklärte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez am Sonntagabend in einer TV-Ansprache im staatlichen Fernsehen.
Die venezolanischen Streitkräfte veröffentlichten eine Mitteilung, in der die Getöteten als „24 Sterne“ bezeichnet wurden, „die von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen wurden“. Dazu wurden Bilder der gefallenen Soldatinnen und Soldaten veröffentlicht.
Das venezolanische Militär versteht sich traditionell als „Bolivarische Armee“ – in Anlehnung an den Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar. Die Regierung in Havanna bestätigte zudem, dass bei der US-Operation auch 32 kubanische Sicherheitskräfte ums Leben gekommen seien.
Offizielle Stellungnahmen der US-Regierung zu den Ereignissen stehen noch aus.