Ein heftiger Wintereinbruch hat den Flugverkehr in den Niederlanden massiv beeinträchtigt. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden hunderte Flüge gestrichen, zahlreiche weitere starteten verspätet. Betroffen sind auch Verbindungen nach Deutschland.
Nach Angaben des Flughafens ist eine ungünstige Kombination mehrerer Faktoren für das Chaos verantwortlich: winterliches Wetter mit Schneefall, eine ungünstige Windrichtung sowie der hohe Zeitaufwand für die notwendige Enteisung der Flugzeuge. Diese Mischung habe die Kapazitäten am Boden und in der Luft stark eingeschränkt.
Enteisung kostet Zeit – Startbahnen begrenzt nutzbar
Vor allem die Enteisung der Maschinen sorgt für Verzögerungen. Jedes Flugzeug muss vor dem Start vollständig von Schnee und Eis befreit werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das kostet Zeit und führt zu Rückstaus auf dem Vorfeld. Gleichzeitig können wegen der Windverhältnisse nicht alle Start- und Landebahnen genutzt werden, was den Betrieb zusätzlich verlangsamt.
Die niederländische Fluggesellschaft KLM bestätigte, dass Schneefall und starker Wind die Hauptursachen für die zahlreichen Flugausfälle und Verspätungen seien. Man arbeite daran, Passagiere umzubuchen und den Betrieb schrittweise zu stabilisieren.
Auch Flüge nach Deutschland betroffen
Von den Streichungen sind nicht nur innereuropäische Verbindungen, sondern auch Flüge nach Deutschland betroffen. Reisende müssen sich auf lange Wartezeiten, Umbuchungen oder Übernachtungen einstellen. Der Flughafen rät Passagieren, den Status ihres Fluges vor der Anreise zu prüfen und mehr Zeit einzuplanen.
Lage bleibt angespannt
Wie lange das Winterchaos anhält, ist derzeit unklar. Solange Schnee, Wind und niedrige Temperaturen anhalten, dürfte es weiterhin zu Einschränkungen kommen. Der Flughafen und die Airlines bitten Reisende um Geduld und Verständnis – Sicherheit habe oberste Priorität.
Der Wintereinbruch zeigt erneut, wie anfällig der Luftverkehr bei extremen Wetterlagen ist. Für viele Reisende bedeutet das vorerst: Warten statt Abheben.