Auf Mallorca haben Lebensmittelkontrolleure einen gravierenden Verstoß gegen Gesundheits- und Verbraucherschutzbestimmungen aufgedeckt. In einem Lagerhaus stießen Ermittler auf rund 20 Tonnen ungenießbaren Fisch und verdorbene Meeresfrüchte – ein Teil der Ware war bereits seit 2018 abgelaufen und zudem unter völlig ungeeigneten Bedingungen gelagert.
Die Regionalregierung der Balearen reagierte mit einer empfindlichen Strafe: Gegen das verantwortliche Unternehmen wurde ein Bußgeld in Höhe von 90.000 Euro verhängt. Grundlage seien „schwere und wiederholte Verstöße“ gegen Hygienevorschriften, wie die Behörden mitteilten.
Nach Angaben der Inspektoren befanden sich die Produkte in einem Zustand, der eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher dargestellt hätte. Viele der Verpackungen seien beschädigt gewesen, die Kühlkette massiv unterbrochen oder überhaupt nicht gewährleistet. Die Waren wurden beschlagnahmt und umgehend entsorgt.
Wie lange das Unternehmen bereits mit verdorbener Ware gehandelt hat und ob weitere Geschäftspartner involviert waren, wird derzeit geprüft. Die Regionalregierung kündigte an, die Kontrollen in den kommenden Monaten zu verstärken, um ähnliche Fälle frühzeitig zu verhindern.