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Überlastet im Job: Strategien gegen Erschöpfung im Arbeitsalltag

AGuen (CC0), Pixabay

Ständig zu viel auf dem Schreibtisch, hoher Anspruch an sich selbst und keine Pausen – das ist der ideale Nährboden für Erschöpfung. Doch es gibt Wege, die Belastung zu reduzieren, ohne an Professionalität einzubüßen. Expertinnen und Experten empfehlen klare Kommunikation, kluge Organisation und bewusste Erholung.

1. Offene Kommunikation statt stillem Durchhalten

Wer überfordert ist, sollte das Gespräch mit Vorgesetzten suchen – nicht aus Schwäche, sondern aus Verantwortung. Wichtig: gut vorbereitet in das Gespräch gehen.
Statt allgemein von Überlastung zu sprechen, sollten konkrete Aufgaben genannt werden, die zu viel sind. Eine sachliche Formulierung kann lauten:

„Ich möchte, dass die Qualität meiner Arbeit weiterhin hoch bleibt. Können wir gemeinsam die Prioritäten durchgehen?“

Oft sind Chefs gar nicht im Detail darüber informiert, welche Aufgaben sich im Alltag summieren.

2. Aufgaben priorisieren und Grenzen setzen

Im Gespräch lässt sich klären, welche Aufgaben wirklich entscheidend sind – und was warten oder delegiert werden kann. Wer immer wieder zusätzliche Aufgaben übernimmt, ohne dafür Zeit zu haben, signalisiert unbegrenzte Kapazität.
Ein respektvolles, aber klares Nein kann lauten:

„Aktuell fehlt mir leider die Kapazität, das mit der nötigen Sorgfalt zu übernehmen.“

3. Realistische Tagesplanung

Eine gute Planung beugt Stress vor. Dazu gehören:

  • Pufferzeiten für unvorhergesehene Aufgaben,
  • die wichtigsten Arbeiten morgens erledigen,
  • und realistische Erwartungen an sich selbst.

Dass nicht alles sofort abgeschlossen werden kann, ist kein persönliches Versagen, sondern normal in komplexen Arbeitsumgebungen.

4. Pausen ernst nehmen

Wer Pausen regelmäßig ausfallen lässt, riskiert laut Studien mehr Müdigkeit, Gereiztheit und Erschöpfung. Die Auszeit sollte bewusst gestaltet werden – als Gegenpol zur Arbeit:

  • Wer viel sitzt, sollte sich bewegen oder kurz an die frische Luft gehen.
  • Wer körperlich arbeitet, braucht Ruhe und Entspannung.

Arbeitspsychologen empfehlen, mehrmals täglich kleine Pausen einzubauen, statt eine lange Erholung aufzuschieben.

Fazit

Überforderung entsteht nicht nur durch zu viel Arbeit, sondern auch durch zu hohe Erwartungen an sich selbst. Wer offen kommuniziert, klar priorisiert und regelmäßig Pausen macht, kann Stress nachhaltig reduzieren – und sorgt dafür, dass Leistung und Gesundheit im Gleichgewicht bleiben.

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