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Brüchige Waffenruhe im Nahen Osten: ZDF-Mitarbeiter bei Raketenangriff getötet

Frank_Rietsch (CC0), Pixabay

Im Gazastreifen ist ein freier Mitarbeiter des ZDF bei einem israelischen Raketenangriff ums Leben gekommen. Der Angriff traf am Sonntagnachmittag den Standort einer für das ZDF tätigen Produktionsfirma in Deir al-Balah im Süden des Gazastreifens – trotz der vereinbarten, aber zunehmend brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.

Nach ZDF-Angaben starben ein Ingenieur der Produktionsfirma Palestine Media Production (PMP) und der achtjährige Sohn eines weiteren Mitarbeiters. Ein Journalist des Teams wurde verletzt. Bilder vom Ort des Geschehens zeigen schwer beschädigte Fahrzeuge, darunter den Übertragungswagen der Crew. Überlebende berichteten, dass es keine Vorwarnung vor dem Einschlag gegeben habe.

Ein Sprecher der israelischen Armee (IDF) erklärte auf Nachfrage, man prüfe den Vorfall. Das ZDF arbeitet seit vielen Jahren mit PMP zusammen, die auch für andere internationale Medien tätig ist.

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus:

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden. Wir sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien.“

Waffenruhe wankt erneut

Die israelische Armee bestätigte am Sonntag mehrere Luftangriffe im Süden des Gazastreifens, darunter auf Rafah und Deir al-Balah. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hat Israel zudem die Einfuhr humanitärer Hilfsgüter in das Gebiet vorerst gestoppt. Begründet wurde dies mit „eklatanten Verletzungen“ der Waffenruhe durch die Hamas.

Laut Vereinbarung sollten täglich rund 600 Lastwagen mit Hilfsgütern den Gazastreifen erreichen. Beide Seiten beschuldigen sich nun gegenseitig, die Vereinbarung zu unterlaufen.

ZDF-Korrespondenten vor Ort berichten von einer zunehmend instabilen Lage – eine funktionierende Kontrollinstanz zur Überwachung der Feuerpause existiere derzeit nicht.

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