Der Jahresabschluss 2024 zeigt für die reconcept 06 Windpark Jeggeleben GmbH & Co. KG einen deutlichen Rückschlag: Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2023 mit über 1,1 Mio. Euro Überschuss rutschte die Gesellschaft 2024 in die Verlustzone.
Ertragslage: Starker Einbruch bei Umsatz und Ergebnis
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Umsatz 2024: 1,15 Mio. Euro (Vorjahr: 2,56 Mio. Euro, -55 %)
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Jahresergebnis 2024: -138.000 Euro (Vorjahr: +1,15 Mio. Euro)
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Hauptursache: außergewöhnlich schwaches Windjahr und stark gesunkene Strompreise. Während 2023 die Direktvermarktung zu Mehrerlösen führte, fielen die Erträge 2024 auf das Niveau der EEG-Mindestvergütung zurück.
Zwar lagen die sonstigen Kosten etwas niedriger, die hohen Abschreibungen (885.000 Euro) und der Rückgang der Erlöse konnten aber nicht kompensiert werden. Vor Abschreibungen blieb ein Liquiditätsüberschuss von 747.000 Euro – allerdings nur rund ein Drittel des Vorjahres.
Vermögens- und Finanzlage: Solide, aber gebunden
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Eigenkapitalquote: ca. 56 % – stabil und vergleichsweise komfortabel.
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Bankverbindlichkeiten: 2,85 Mio. Euro (Vorjahr: 3,37 Mio. Euro), weiter planmäßig getilgt.
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Liquide Mittel: 702.000 Euro (Vorjahr: 1,20 Mio. Euro).
Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus den zwei Windenergieanlagen in Jeggeleben (Restbuchwert: 6,0 Mio. Euro). Diese sind umfassend mit Sicherheiten (Abtretung der Erlöse, Verpfändung, Sicherungsübereignung) belastet. Rückstellungen (128.000 Euro) betreffen vor allem Rückbauverpflichtungen.
Ausschüttungen und Anlegerkapital
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Kumulierte Entnahmen der Kommanditisten: 3,1 Mio. Euro (davon 830.000 Euro in 2024).
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Kapitalrücklage (Agio): 249.000 Euro.
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Bilanzverlust nach 2024: 1,52 Mio. Euro.
Trotz des Fehlbetrags wurden auch 2024 Liquiditätsausschüttungen vorgenommen. Das zeigt einerseits die Fähigkeit der Gesellschaft, Mittel an Anleger auszuzahlen, schwächt aber das Eigenkapitalpolster weiter ab.
Risiko- und Prognosebild
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Haupttreiber Risiko: Windaufkommen und Strompreise. 2024 lagen die Strommengen 13 % unter Plan.
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Verfügbarkeit der Anlagen: nahezu 100 % – technisch stabil, keine gravierenden Ausfälle.
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Prognose 2025: leicht bessere Strommengen erwartet, dennoch abhängig vom Wind. Bis März 2025 lag die Produktion allerdings schon wieder rund 33 % unter Plan.
Risiken bestehen zudem durch mögliche Netzeinschränkungen, politische Eingriffe, steigende Kosten für Wartung oder Rückbau. Die Gesellschaft weist selbst darauf hin, dass bei schwachen Windjahren und niedrigen Marktpreisen bestandsgefährdende Risiken nicht auszuschließen sind.
Anlegerfazit
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Positiv: solide Eigenkapitalquote, planmäßige Entschuldung, hohe technische Verfügbarkeit.
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Kritisch: dramatischer Einbruch der Umsätze und Gewinne, erneut schwacher Start ins Jahr 2025, Ausschüttungen trotz Fehlbetrag.
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Risiko: Schwankungen durch Windaufkommen und Strommarktpreise können zu erheblichen Ergebnisschwankungen führen – von hohen Überschüssen (2023) bis zu Verlusten (2024).
Für Anleger bleibt das Engagement ein volatiles Wind-Investment: technisch solide, aber mit stark schwankender Rentabilität. Entscheidend wird sein, ob 2025 und folgende Jahre wieder an das Ertragsniveau von 2023 anknüpfen können oder ob die Serie schwacher Windjahre anhält.