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Neues EU-Datengesetz stärkt Rechte der Verbraucher

geralt (CC0), Pixabay

Seit heute gilt in der Europäischen Union das neue Datengesetz (Data Act), das sowohl Verbraucherrechte stärken als auch die europäische Digitalwirtschaft ankurbeln soll. Damit setzt die EU einen weiteren zentralen Baustein ihrer Digitalstrategie um.

Mehr Kontrolle über persönliche Daten

Im Zentrum des Gesetzes stehen vernetzte Geräte – von Smartphones über Smart-TVs bis hin zu modernen Autos und Haushaltsgeräten. Diese sammeln im Alltag eine Vielzahl an Informationen über ihre Nutzerinnen und Nutzer. Künftig sind die Hersteller verpflichtet, transparent offenzulegen,

  • welche Daten ihre Geräte erheben,

  • zu welchem Zweck diese genutzt werden und

  • wie die Nutzer darauf selbstständig zugreifen können.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so nicht länger „im Dunkeln“ bleiben, sondern nachvollziehen können, welche Datenströme im Hintergrund laufen. Gleichzeitig wird es einfacher, eigene Daten auch für andere Dienste oder Anbieter zu nutzen – beispielsweise beim Wechsel von Plattformen oder beim Einsatz zusätzlicher Anwendungen.

Wirtschaftliche Chancen durch Datenhandel

Neben dem Schutz der Privatsphäre verfolgt die EU mit dem Gesetz auch wirtschaftliche Ziele. Durch einen klar geregelten und erleichterten Zugang zu Daten sollen neue Geschäftsmodelle entstehen. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, Informationen gezielter zu nutzen und miteinander zu teilen – selbstverständlich im Rahmen strenger Vorgaben. So könnten etwa Wartungsfirmen, Energieanbieter oder Gesundheits-Apps künftig auf relevante Gerätedaten zugreifen, wenn Verbraucher zustimmen.

Die EU-Kommission erwartet, dass dadurch nicht nur bestehende Märkte wachsen, sondern auch innovative Anwendungen entstehen, die bislang an fehlendem Datenzugang gescheitert sind.

Ein Schritt in Richtung digitale Souveränität

Mit dem neuen Datengesetz will die EU auch ein Gegengewicht zu den großen Technologieanbietern aus den USA und Asien schaffen. Ziel ist es, dass europäische Unternehmen faire Chancen im Wettbewerb haben und Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Souveränität über ihre Daten gewinnen.

Das Gesetz tritt sofort in Kraft, die konkrete Umsetzung erfolgt jedoch schrittweise. Für Hersteller bedeutet dies, ihre Produkte und Dienste innerhalb der kommenden Monate entsprechend anzupassen.

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