Ein spektakulärer Fahndungserfolg für die Pariser Polizei: Zwei Männer sind am Bahnhof Gare de Lyon mit Schmuck im Wert von rund zehn Millionen Euro festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, handelt es sich bei einem der Verdächtigen um einen Minderjährigen.
Beute in einer Socke versteckt
Laut einem Bericht der Zeitung Le Parisien entdeckten die Beamten den wertvollen Schmuck bei einer Routinekontrolle. Einer der beiden Männer hatte die Beute in einer Socke versteckt, die er in seiner Unterhose transportierte. Darin befanden sich offenbar zahlreiche Schmuckstücke, die mutmaßlich aus einem spektakulären Diebstahl stammen.
Zufallsfund bei Routineeinsatz
Die beiden Verdächtigen, die der Polizei bereits bekannt sind, waren den Beamten nicht durch gezielte Fahndung ins Netz gegangen, sondern bei einer regulären Kontrolle im Umfeld des Bahnhofs. Dass sich in ihren Taschen und Kleidungsstücken ein derart wertvoller Schatz befand, kam erst bei einer genaueren Durchsuchung ans Licht.
Ermittlungen laufen
Noch ist unklar, wann und wo genau die Schmuckstücke entwendet wurden. Die Ermittler prüfen derzeit, ob ein Zusammenhang mit einem der jüngsten Juwelenraube in Paris besteht. Immer wieder werden Luxusgeschäfte und Juweliere in der französischen Hauptstadt Ziel professionell organisierter Banden.
Die beiden Festgenommenen befinden sich in Polizeigewahrsam. Ihnen drohen nun Verfahren wegen Diebstahls und Hehlerei.
Symbol für zunehmende Brutalität der Diebe
Paris gilt seit Jahren als Hotspot für hochkarätige Schmuckdiebstähle. Besonders in den Vierteln rund um die Champs-Élysées und das Modeviertel im 8. Arrondissement sind Überfälle und Einbrüche auf Juweliere keine Seltenheit. Die Polizei verstärkt deshalb regelmäßig ihre Präsenz – umso bemerkenswerter, dass die aktuelle Festnahme durch reinen Zufall erfolgte.