Traumreisen nach Dubai, Selfies mit Champagner und Designerhandtaschen, Videos aus Strandvillen oder von der Skyline am Burj Khalifa – für viele Influencer ist das Luxusleben nicht nur Alltag, sondern auch Geschäft. Doch während die Likes und Werbedeals steigen, hat nun auch das Finanzamt begonnen, die Glitzerwelt der Social-Media-Stars genauer unter die Lupe zu nehmen.
Seit Monaten fahndet eine eigens eingerichtete Task-Force in Thüringen nach Steuerhinterziehung im Influencer-Milieu. Denn: Wer mit Posts und Kooperationen Geld verdient, muss es auch korrekt versteuern – egal ob auf YouTube, TikTok oder Instagram.
Jetzt wurden die ersten Fälle abgeschlossen – mit handfesten Konsequenzen. In zwei Verfahren konnten die Ermittler nachweisen, dass die Einnahmen aus Werbedeals und Produktplatzierungen nicht ordnungsgemäß angegeben wurden. Das Ergebnis: Steuernachzahlungen in Höhe von 30.000 Euro.
In acht weiteren Fällen blieben die Kassenbücher hingegen unauffällig, die Ermittlungen wurden eingestellt. Insgesamt laufen in Thüringen derzeit noch 22 Verfahren, bundesweit dürfte die Zahl der überprüften Social-Media-Stars allerdings deutlich höher sein.
Mit der verstärkten Kontrolle will die Finanzverwaltung ein klares Signal setzen: Auch Influencer, die mit vermeintlich glamourösem Lifestyle werben, stehen nicht über dem Gesetz. Experten gehen davon aus, dass künftig noch mehr solcher Verfahren folgen könnten – denn der Markt boomt, und mit ihm auch die Einnahmen.